Website-Marketing

Planungsrechnung
- Kostenrechnung - Das Online Budget
Bei der Kostenrechnung für die
Web-Site ab dem Jahr 1 nach der Freischaltung gelten im Prinzip die gleichen
Regeln wie etwa für eine Zeitschrift oder ein(e) Produkt(gruppe) -
als Kostenträger-Rechnung.
Am perfektesten gelingt die Abgrenzung
zu den übrigen Geschäftsfeldern des Unternehmens natürlich,
wenn der Online-Bereich als selbstständiges Profit-Center geführt
wird, weil dann die lästigen Abgrenzungsübungen und - ausser
beim Overhead - Umlagen entfallen und eine "reine" Deckungsbeitragsrechnung
möglich wird.
Die Besonderheiten der Kostenrechnung
für den Online-Bereich liegen nicht so sehr im Methodischen sondern
in der Art der Erlöse und Kosten.
Der erwähnte Doppelcharakter
der Web-Site als Profit-Center und Marketing-Instrument bleibt in
diesem Abschnitt aussen vor.
Vier Schritte
Budgetplanung und Controlling laufen
idealiter in einer Reihe von Einzelschritten ab.
Der Budgetplanung voraus gehen die
Analyse der Ausgangslage (Ist-Analyse), die Markt- und Konkurrenzanalyse,
die Beschreibung der strategischen Optionen, die Wahl der (Jahres/Quartals-)
Ziele mit den Eckdaten für die einzelnen größeren Erlös-
und Kostenpositionen und ggf. die Festlegung der Bezugsgrößen
für ein Benchmarking.
Auf dieser Basis werden dann
-
die angedachten Erlösarten (alle!!
Erlösarten, hausinterne Verrechnungen soweit sinnvoll) aufgelistet
(s. -->Erlöse)
-
die Kostenpositionen (alle!! Kostenarten)
im einzelnen beschrieben und definiert. Hier taucht dann bereits die Kostenzuordnung
von z.B. Abteilungskosten als Problem auf, wenn etwa Redaktionen, Anzeigen-/Verkaufsabteilungen,
Aussendienst, EDV, Marketingabteilung etc. nicht vollständig dem Online-Bereich
zugeordnet und daher "umgelegt" werden müssen. Hier wird dann gern
"Politik" für oder gegen das Online-Engagement gemacht (s. -->Kosten)
-
mit Hilfe des "Mengengerüsts" die
Erlös- und Kostenarten quantifiziert (s. -->Mengengerüst)
-
die Preisliste erstellt,
-
eine mittelfristige Planungsrechnung
in Form einer Deckungsbeitragsrechnung erstellt (s. --> Deckungsbeitragsrechnung)
-
im gleichen Format der Rahmen für
die Soll-Ist-Rechnungen (monatlich oder im Quartal, s. -->Soll-Ist)
erstellt und die "kritischen" Abweichungen definiert ("Notfallpläne")
und
-
die für den relativen Erfolg ausschlaggebenden
Faktoren/Kennziffern bzw. die Indikatoren, die das Erreichen der beschlossenen
Ziele am besten darstellen, noch einmal in einer Liste der "Meilensteine"
gelistet, operationalisiert, gewichtet und zu einem einzigen Erfolgs-Indikator
zusammengefasst (s. -->Milestones).

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