Website-Marketing

Intermedia Vergleiche -
ein Muster
Mit einem - zugegebenermassen problematischen
- Vergleich der "Leistungen" unterschiedlicher Medien für das Marketing
eine Verlages oder Unternehmens lassen sich zwei Dinge überprüfen:
- Ist der Aufwand für die Web-Site,
soweit er aus dem Marketing-Budget finanziert werden muss (die "rote Zahl"
in der Deckungsbeitragsrechnung), durch die Media-Leistung der Web-Site
auf der Folie der allgemeinen Marketing-Ziele für diesen Bereich gerechtfertigt?
- Ist der Promotions-Aufwand für
die Web-Site selbst gerechtfertigt (auf der Basis Cost per Visit/cost
per Click)?
Welches Medium für welche Ziele?
Die Zahlen in dem folgenden Beispiel
sind fiktiv (wenn auch an der Wirklichkeit orientiert) und variieren natürlich
stark je nach Produkt, Markt, Medien-Umfeld, Erfolgen beim Media-Einkauf
etc.
In unserem Beispiel
- erweist sich die Web-Site als Marketing-Instrument
sowohl für Marken"pflege"- als auch für Kunden-Bindungszwecke
als leistungsfähig, während das Telemarketing pro verkaufter
Einheit überlegen ist;
- wäre bei entsprechenden Zielsetzungen
Investitionen in die Site-Promotion sinnvoll - in einer Höhe, die
wiederum von den erwarteten Leistungen der eingesetzten Medien und Massnahmen
abhängt (Suchmaschinen-Optimierung, Banner-Kampagnen, Link-Tausch,
E-mail Direktmarketing etc.)
Bei einem solchen Grob-Modell können
Einflussfaktoren wie etwas die Interdependenzen der Medien im Media-Mix
etc. natürlich nicht berücksichtigt werden.
Intermedia-Vergleiche von Marktforschungs-Instituten für unterschiedliche
Branchen und Produkte kommen in der Regel zu ähnlichen Ergebnissen.
So komme tein Studie von Cyber Dialog (2/2001) für die Pharmazeutische
Industrie zu folgendem Ergebnis.
Kosten pro werbe-induziertem Verkauf eines Medikaments:
Internet Werbung (Banner)
|
54 $
|
TV Werbung (Spots)
|
152 $
|
Print-Werbung (Anzeigen Magazine)
|
318 $
|
Market research firm Cyber Dialogue calculates that pharmaceutical
companies spent only $54 for each drug order prompted by Internet ads,
compared with $152 for each drug order driven by TV advertising and $318 for
each order motivated by ads in newspapers or magazines
Customer Lifetime Value
Ein entscheidender Erfolgsfaktor
ist in einem solchen Modell garnicht darstellbar, spielt aber für
eine realistische Erfolgsrechnung eine entscheidende Rolle:
Die Kosten für die Neukundenakquisition
liegen - egal bei welchem Medien-Einsatz - bei den meisten Produkten, sicher
aber bei Büchern und Zeitschriften, weit über dem kalkulierten
Werbe- und Vertriebskosten-Anteil. Zurechtgerückt wird diese Relation
erst durch die Folgekäufe eines einmal gewonnenen Kunden.
Um nun eine realistische Einschätzung
der relativen Media-Leistungen erreichen zu können, müsste
das Verhältnis von Erstkauf zu Folgekäufen in einem bestimmten
Zeitraum und damit die Kundenbindungs-Potenz des einzelnen Mediums mitkalkuliert
werden.
Außerdem spielt die Chance des Cross-Selling
(wie
häufig kann ich dem Kunden, der ein Produkt kauft, in dem Prozeß
auch ein oder mehrere andere Produkte verkaufen) eine wesentliche Rolle.
Zahlen liegen hier nur spärlich
vor. Für Business-to-Consumer Websites gibt es Untersuchungen, die
von 10-15 Käufen pro 1.000 Visits (mit enormen Schwankungsbreiten)
ausgehen und bei hoher Kundenzufriedenheit bei etwa 25% der Käufer
mit Folgekäufen rechnen.
Die Web-Site leistet mehr als
sie nachweisen kann
Stärker als bei den anderen
Medien in diesem Vergleich fallen bei der Web-Site als Marketing- und Vertreibs-Instrument
Leistungen unter den Tisch, weil sie zwar nachweisbar aber nicht genau
meßbar
sind.
Dazu gehört neben den online
besonders günstigen Möglichkeiten der Kundenbetreuung (mehr dazu -->hier),
der "Gemeinde"-Bildung (mehr dazu -->hier)
und des Cross-Selling vor allem die Tatsache, dass die Zahl der direkt
von der Web-Site induzierten Verkäufe weit größer ist als
sich das in den konkreten Kaufakten niederschlägt. Bis zu 80 Prozent
der Kaufwilligen verlassen im letzten Moment den Online-Shop und bestellen
per Fax, per Telefon oder gar per "Schneckenpost" (mehr dazu -->hier).
Der Banner im Intermedia-Vergleich
Wenn
es um die Frage geht, welches Werbemittel und welcher Werbeträger für das
Web-Site-Marketing, hier: den Versuch, Besucher auf die Web-Site zu ziehen, am
effektivsten sind, schneidet der Banner trotz seines zunehmend schlechten Rufs
erstaunlich gut ab. Hier die Ergebnisse einer Studie von Andersen
Consulting vom November 1999:
Ad Medium
|
Percent who mentioned
|
|
|
Banners
|
25
|
Newspapers or magazines ads
|
14
|
Television commercials
|
11
|
Radio spots
|
4
|
Billboards
|
4
|
In einer anderen Studie (Ipsos-ASI,
1/99) behauptet sich der Banner gegenüber dem TV-Spot auch was ungestützten
und gestützten Recall angeht.
© lb medien 2001
http://www.e-publishing.de

|