Website-Marketing

Online-Controlling - Gibt`s das?
Als ob sich die heimliche Einsicht,
dass sich im Internet in Wirklichkeit kein Geld verdienen ließe, sozusagen
subkutan gegen die Fieberwellen des E-commerce-Hype durchsetzte: Ein Online
Controlling gibt es bisher als anerkanntes Handwerk oder gar hohe Kunst
so gut wie überhaupt nicht.
Obwohl nach den ersten Erschütterungen
der Start-Up-Krisen eine Art Renaissance des Business-Plans alter Schule
um sich zu greifen scheint, ist in der Online-Diskussion die Suche nach
angemessenen Erfolgs-Messinstrumenten noch so recht kein Thema.
Diese Lücke, so schmerzlich
sie ist, lässt sich hier aus vielen Gründen, zuvorderst
dem mangelnder Kompetenz, auch hier nicht schließen.
Controlling ist Voraussetzung
für die Nachhaltigkeit des Online-Engagements
Andererseits steht und fällt
aber die Nachhaltigkeit des Online-Engagements im Unternehmen und auch
das Ansehen der Online-Teams in der Organisation mit der Fähigkeit,
den Einsatz knapper Ressourcen durch rationales Kalkül zu rechtfertigen.
Alles andere wäre Voodoo oder modischer Schnickschnack - und ebenso
flüchtig.
Dass das nicht überall so gesehen wird
zeigt schon die Tatsache, dass viele der neuen Internet-Firmen (Dot.coms)
mit Marketing-Budgets operieren, die dem Unternehmer aus der
"realen" Welt einigermaßen fremd sind. Die folgenden Zahlen sind
"Marketing-Ausgaben als Prozentanteil vom Netto-Umsatz 1999" für
einige US-Dot.coms:
Drugstore.com, 176 %; eToys, 79 %; CDnow, 61
%; eBay, 42 %; Amazon.com, 26 %.
An dieser Stelle nur einige
wenige Stichworte und Anregungen zum Nachdenken. Dabei tun wir gut daran,
uns so nahe wie möglich an den mehr oder minder etablierten Controlling-Praktiken
aus der Offline-Welt zu orientieren - vor dem Konkursrichter sind
ohnehin alle gleich!
Dass das Thema wieder am nicht unbedingt
typischen Beispiel der Fachverlage abgehandelt wird, ist vielleicht insofern
von Nutzen, als sich die Diskussion gerade an den Abweichungen von diesem
Modell in den anderen Branchen entzünden kann.
E-marketing, E-commerce oder beides?
Zunächst also ein Rückgriff
auf die Strategie-Diskussion:
Worum geht`s beim Online-Engagement
der Unternehmens?
- E-marketing, Marken machen, Markenpflege,
Markenführung?
- E-commerce: Online-Vertrieb von Produkten
und Dienstleistungen?
- Eine Mischung aus beidem: zu welchen
Anteilen?
Eine Marketing-Site als integraler
Bestandteil des Unternehmens-Marketings wird vollständig finanziert
aus dem Marketing-Etat und unterliegt damit dem Marketing-Controling.
Eine E-commerce-Site hat in
angemessener Zeit einen angemessenen Deckungsbeitrag für das Gesamtunternehmen
zu liefern und unterliegt damit der ganz normalen Kostenrechnung.
Eine Web-Site - und das dürfte
halt die Regel sein - die sowohl das eine tun wie das andere nicht
lassen soll, muss sich den Erfolgsregeln beider Welten stellen:
Die Deckungsbeitrags-Ziele liegen
geplant/gewollt dauerhaft im "roten" Bereich. Die Deckungslücke
geht, ebenso geplant, in das Marketing/Werbe-Budget ein.
Web-Controlling hat in allen drei
Fällen die gleichen drei Fragen zu beantworten:
1. Wie erfolgreich bin ich mit meiner
Website und der Promotion dieser Site - gemessen an meinen Zielen?
2. Was kostet mich das?
3. Rechtfertigen die Ergebnisse
die aufgewendeten Summen?
Die Controlling-Themen:
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