Website-Marketing

Nischen-Portale
Angesichts der Tatsache, daß das Internet eben nicht (nur) ein
Massen-Publikums-Medium sondern vielmehr ein Medium für eine Masse von
– zum Teil recht kleinen - (Fach-)Publika ist, kann sich der
Verleger und der kleinere und mittlere Unternehmer in seinen
Themen-Nischen sehr wohl eine Chance ausrechnen, für dieses begrenzte
Teilpublikum mit vertretbarem Aufwand und Kosten das Eingangstor zum
Internet zu bauen - realistischerweise in Kooperation mit anderen
Branchenfirmen und Online-Dienstleistern.
In der Tat werden mittelfristig nur solche Sites im Netz eine Chance
haben, die Kernzielgruppen anzuziehen und zu binden, die den Anforderungen
eines "Nischen-" oder "Themen-Portals" gerecht
werden.
Boom der Portale und Vortale
Seit 1999 bis zum Einbruch der Online-Euphorie 2001 hat es auch in Deutschland einen so kaum erwarteten Boom von
Nischen- oder Themen-Portalen (vertikale Portale, Vortale,
Affinity Portals – schon der anhaltende Strom neuer Buzz Words
für ein altes Konzept signalisiert den Boom) und Branchen-Plattformen als
Internet-Marktplätze gegeben. Plötzlich wird im Cyberspace etwas
wiederentdeckt, das es im „realen Leben“ ja schon immer gab.
Immer mehr Internet-Nutzer verbringen immer mehr Zeit auf immer
weniger Sites. Heißt: Die Lust am Herumschweifen im müllverstopften
Cyberspace nimmt ab und die Orientierung auf die wenigen Portal-Seiten,
die (fast) alle Besucherwünsche auf einmal erfüllen nimmt mit großer
Geschwindigkeit zu.
Das ist bei den “Lust-Surfern” im Intertainment-Bereich schon so
(sehr überzeugend die Studie von MediaMetrix, 99, im Auftrag der Los
Angeles Times), bei den Fach-Nutzern aber ist der Trend “epidemisch”.
Die Anforderungen wachsen, die "Kleinen" werden
abgehängt
Damit schwinden die Chancen für reine Firmen-Sites mit etwas
Zusatz-Content oder - zumindest im b-to-b Bereich - für die Online-Shops
einzelner Anbieter oder Marken.
Die gewaltigen Anforderungen an
Ausstattung, Technik und Redaktion übersteigen in der Regel die
Investitionskraft einzelner Verlage (und anderer Unternehmen vor allem
nach dem Abflauen der Start-Up-Euphorie).
Punktuelle Allianzen - auch mit dem
unmittelbaren Konkurrenten - sind die Strategie der Wahl für die
Besetzung der Nischen- Märkte im Internet.
© lb medien 2001
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