Website-Marketing

Marken- und Zielgruppen-Domains als "Seiteneingänge"
Häufig verfügt ein Unternehmen oder Verlag über mehr als ein
Produkt/ eine Produktfamilie, agiert in mehreren Märkten und hat - mit
demselben oder unterschiedlichen Produkten - ganz verschieden Zielgruppen
anzusprechen.
Dies alles unter dem Dach der einen Web-Site http://www.meine-firma.de
unterzubringen und dabei für jeden der so unterschiedlich interessierten
Besucher ein je eigenes "Markenerlebnis" zu
"inszenieren", ist praktisch unmöglich. Der Online-Auftritt
wird daher oft genug verkürzt auf das Zelebrieren der Corparate Identity
plus Produktkatalog.
Eine Web-Site pro Marke?
Die naheliegende Lösung: Eine Firmen-Web-Site und zusätzlich je eine
separate Web-Site für jede(s) Produkt(familie) und jede Zielgruppe.
Schon die Produktionskosten wären enorm, ganz zu schweigen von den
Aufwänden, eine solche Vielzahl von Web-Sites zu "pflegen".
Der Ausweg liegt im Charakter des digtalen Hypermediums selbst:
Auf einmal geschaffene Inhalte kann von verschiedenen Seiten gleichzeitig
für sehr unterschiedliche Zwecke und dynamisch in immer anderen Formen
zugegriffen werden, ohne dass die jeweiligen Nutzer etwas von dieser
Mehrfachverwertung merken.
Der Kompromiß: Viele Löffel für (fast) die gleiche Suppe
Heisst: Aus einem großen Content-und-Design-Gemüseeintopf wird jeder
Nutzergruppe die richtige, schmackhafte Portion, individuell drapiert auf
den Teller geschöpft.
Dieses Zusammenfügen von Versatzstücken in immer neuen Puzzeln
führt dazu, dass aus einem solchen zentralen Teilchen-Pool von, sagen
wir, 1.000 "Seiten" (in Wirklichkeit geht es hier ja nicht um
"Seiten" sondern um "Objekte") ein halbes Dutzend
Web-Sites von jeweils vielleicht 600 Seiten gespeist werden kann.
Nur ein kleiner (das variiert natürlich) Teil des Materials muß für
jede der Eingangs-Sites spezifisch neu produziert werden.
Der kritische Faktor "Personal" und "Site-Pflege"
wird plötzlich auch für eine diversifizierte, "fraktale"
Web-Marketing-Strategie finanzierbar.
Ersatzweise: Micro-Site
Im Extremfall, wo Märkte und Zielgruppen noch relativ nah beieinander
sind, reicht jeweils eine Produkt-oder Zielgruppen-spezifische Micro-Site
als "Seiteneingang" in den Content-Pool aus für die
differenzierte Ansprache der Kundengruppen.
Voraussetzung ist natürlich, dass jeder "Eingang" je eine
eigene Domain:
www.meine-firma.de, www.produkt-markt1.de, www.produkt-markt2.de etc. erhält (dazu auch -->hier)
Ob und inwieweit dann das Design der einzelnen "Eingänge"
individuell, oder mit den wesentlichen CI-Elementen des Unternehmens
variabel, oder aber in einem einheitlichen Basis-Design ausgestaltet wird,
muß auf der Basis eines integrierten Unternehmensmarketings (und nicht
auf der Ebene des Produktmanagements) je nach Markenstrategie fallen.
Seiteneingänge vervielfachen die Promotions-Chancen
Für die Web-Promotion ist diese "Politik der Seiteneingänge"
wie ein Befreiungsschlag.
Jede Zielgruppe kann gezielt in ihren besonderen Netz-Reservaten
angesprochen, abgeholt und über die "Eingangsseiten"
differenziert bedient werden, während auf der anderen Seite mit einem
zentral erzeugten (und finanzierten) "Grundrauschen" und vielen
koordinierten Aktionen die Mengenvorteile etwa am Werbemarkt genutzt
werden können.
Von den Suchmaschinen, je "intelligenter" desto intensiver,
wird diese Strategie der thematischen Konzentration zusätzlich mit
Relevanz-Punkten und einer besseren Chance für das Ranking belohnt
© lb medien 2001
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