Website-Marketing

Der Nutzer am (ans!) Steuer
Bewusst die Chancen des Pull-Mediums ergreifen heißt: Den Nutzer ans
Steuer lassen, oder besser: dem Nutzer das Steuer lassen!
Heisst aber natürlich auch: flexibel auf die Steuerimpulse zu
reagieren, mit allerlei nützlichen Vorschlägen und Angeboten die
Steuerausschläge zu beeinflussen und durch geschickte "Strassenführung"
vorsichtig in die Steuerung eingreifen. Betonung auf
"vorsichtig"!
Das betrifft
- natürlich die Wahl der Inhalte ("Was könnten Besucher von
einer Site aus unserem Verlag/unserem Unternehmen erwarten"?)
aber auch das
- Server Layout und das Design ("Wie benutzt der Besucher
vermutlich unsere Site und wie kommt er auf Anhieb, ohne Umweg und
Verzögerung, zu den von ihm gesuchten Informationen?") und
schließlich
- die Site-Promotion ("Wie, unter welchen Stichworten, auf
welchen Wegen wird unsere Site am direktesten vom Nutzer
gefunden").
Der Hyperlink als Fluchtpunkt
Vor allem in
- der Tiefensstaffelung von verlinkten Informationen (vom Teaser-Text
bis hinunter zur technischen Dokumentation), in
- der ständigen Verfügbarkeit anklickbarer Hilfen und
Zusatzinformationen und im
- immer präsenten Angebot von Alternativen ("Wenn Ihnen das
nicht passt, wie wär`s dann hiermit")
liegen die Stärken des Hypermediums Internet für den Web-Marketer.
Der Nutzer steht immer, ob wir das wollen oder nicht, im Schnittpunkt
vieler Informationslinien und entscheidet sich mit jedem Klick neu,
welcher Linie er folgen will.
Jeder Site-Betreiber hat die Chance, diese Eigenart des Internet für
sich zu nutzen (Nach dem Hase-und-Igel-Prinzip: Egal wo der Nutzer
hinklickt "Ik bin all do!"), statt sich über diesen Zustand zu
beklagen (mehr dazu -->hier).
Und auch wenn wir dem Besucher mit einem interessanten Link-Tipp von
unserer Site weg und auf eine interessante Reise durch den Cyberspace
geschickt haben, ist das kein Grund zu verzagen. Wenn wir es richtig
gemacht haben, kommt er (immer) wieder.
Die
- unmittelbare Nähe ("ein Klick entfernt") alternativer
Konkurrenz-Angebote, die
- direkte Verfügbarkeit von Produkt- und Preisinformationen und die
- schwache Markenbindung im Netz
zwingen die Anbieter von Informationen, Produkten oder
Dienstleistungen dazu, dem Nutzer das Auffinden von, die Beschäftigung
mit und die Reaktion auf diese Angebote so einfach und angenehm wie
möglich zu machen.
Besucher-Impulse ermutigen
In der AIDA- (Attention, Interest, Desire, Action)
Kette hat der Online-Marketer, anders als sein Kollege offline, auf das
erste (attention) Glied so gut wie keinen, auf das zweite (interest)
nur einen begrenzten Einfluss.
Es zählt nicht, was Fach- und Marketingleute denken, dass der Nutzer
denkt und tut, sondern nur, durch ständiges Testen und Beobachten (z.B.
per Logfiles), die Feststellung, was er wirklich tut - und da steckt das
Web immer noch voller Überraschungen.
Das Beobachten des Nutzerverhaltens (User Tracking) ist aber
nur ein Aspekt. Der Einbau von Response-Möglichkeiten auf der Site selbst
oder auf anderen Kommunikationskanälen wie dem E-mail (mehr-->hier)
dient nicht nur dem Sammeln von Daten und der Konstruktion von
Nutzer-Profilen sondern ganz wesentlich auch der Angebots-Steuerung und
Feinjustierung.
Markforschung, Interaktion und Korrekturen "on the fly"
Dieser wichtige Effekt der Interaktion mit dem Nutzer wird meistens
übersehen: Die Web-Site als permanente Marktforschung.
Gerade weil das Online-Medium so “flüchtig”, jederzeit sofort
veränderbar
ist und weil die Reaktionen der Nutzer auf Veränderungen und neue
Angebote sofort und permanent beobachtet und gemessen werden
können, kann das Unternehmen zum einen neue Ideen zur Verbesserung der
Site austesten, zum anderen aber auch die Reaktionen auf Informations- und
Dienstleistungsangebote insgesamt prüfen, bevor z.B. in neue Produkte
investiert werden muss.
Dabei bietet das Internet die Möglichkeit, nicht nur die Bewegungen
der Besucher genau zu verfolgen sondern auch die direkten
Verständigungsmöglichkeiten mit dem Nutzer einzusetzen, um ihn in
diese Revisionsarbeiten mit einzubeziehen:
Marktforschung und Kundenbindung in einem.
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