Website-Marketing

Ein Medium im Marketing-Mix
Das Internet muss im Unternehmen behandelt werden als ein
Marketing-Medium unter anderen und darf im Intermedia-Vergleich nicht
unter dieser eigenartigen Mischung von fiebrigem Enthusiasmus und
larmoyantem Wehklagen über enttäuschte Erwartungen leiden, die so
typisch ist für die Diskussion um das Online-Engagement.
Das Internet ist integraler Bestandteil des Marketings (Cross-Media-Marketing) - und das heißt auch: des
Marketing-Budgets und Marketing-Controllings.
In immer neuen empirischen Studien
wird versucht, die unterschätzte Rolle der Internet-Werbung im Media-Mix
aufzuwerten. Scheinbar trivial die Einsicht, dass der größte Beitrag zum
Ziel einer "Cross-Media"- Kampagne jeweils von dem Medium
beigesteuert wird, das bisher am wenigsten "ausgeschöpft" wurde
(eine Art Media-Grenzkostenrechnung) - und das ist in der Regel immer noch
die Schaltung im Internet.
Das Fazit regelmäßig: Umschichtung aus den fetten TV- und
Print-Etats in den schmalen Online-Etat bringt überproportionale
Resultate bei Markenbekanntheit (gestützt oder ungestützt), Sympathie
und Kaufbereitschaft.
Konzentration auf die spezifischen Stärken des Mediums
Bei begrenzten Budgets kommt es darauf an, nur - oder doch vor
allem - auf die Eigenschaften des Internet zu zielen, die über
andere Medien nicht oder nur unvollkommen zu erreichen sind.
- Aktualität und kürzeste Reaktionszeiten - die Justierbarkeit der
Kampagnen.
- Die Möglichkeit, die knappen Slogans der Werbekampagne per Hyperlink
mit vertiefenden Informationen zu verbinden - als Angebot für
den Interessierten, nicht als Langweiler für
Advertainment-Konsumenten oder gar als Hürde für den
Kurzentschlossenen.
- Per Hyperlink auch die "Nähe" zu verwandten oder
verbundenen Angeboten (Cross-Selling)
- Mobilisierung des Interessenten oder Käuferns durch
"Beteiligung", Interaktion, Mitmachen, Antworten, gar
Gestalten und (scheinbar?) Einfluss nehmen.
- Kunden-Dialog, "live" oder - am häufigsten - per
E-mail (aber auch hier wieder die Gefahr, mit gewaltigem Anlauf zu
kurz zu springen - am anderen Ende der Leitung muss auch jemand
sitzen, der den Dialog aufrechterhält, also kein Autoresponder oder
gar das grosse Schweigen).
- Permanenz: Selektives Zuspielen periodischer Informationen zu
den offenbarten, selbst angemeldeten Interessen des
Besuchers/Interessenten/Kunden (etwas per Newsletter)
- Der kurze Online- Weg in die anderen Medien (Online PR). Auch
hier: Anbieten nicht aufdrängen!
Andererseits muss sich auch das Online-Marketing den gleichen
Effizienzkriterien stellen wie alle anderen Marketing-Instrumente auch.
Wieviel Aufmerksamkeit ("eyeballs"), Zuwendung ("Anfragen,
Leads") und Abverkäufe ("Sales") habe ich für
meine eingesetzte Online-Mark bekommen?
Marketing Controlling ist online einfacher
Nachdem das Online-Marketing vor etwa 10 Jahren und Online-Promotion
so richtig erst in den letzten zwei Jahren "entdeckt" wurden,
lässt der Siegeszug des Online-Controlling
offensichtlich noch auf sich warten. Dabei sind die Instrumente
des Online-Marketing-Controlling eher einfacher zu handhaben als im
Offline-Marketing und ein grober Inter-Media-Vergleich
hilft allemal bei der Auswahl des richtigen Mediums bei klar definierten
Zielgruppen und Kampagnen-Zielen.
© lb medien 2001
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