Website-Marketing

Allianz mit dem Online-Virus
"Like teenage sex, everyone's talking about it, but few know
how to do it well." (Iconocast)
"Viral marketing describes any strategy that
encourages individuals to pass on a marketing message to others, thus
creating the potential for exponential growth in the
message's exposure and influence." (http://www.wilsonweb.com/wmt5/viral-principles.htm)
Mund-zu-Mund- oder besser: Maus-zu-Maus-Propaganda, inzwischen mit dem
etwas belasteten Begriff „Virus-Marketing“ oder „Viral-Marketing“
belegt, funktioniert im Internet schon aufgrund der Hyperlink-Stuktur
besser als irgendwo anders.
Darüber hinaus sind Netizens (Bewohner des Internet) ganz besonders
mitteilungsfreudig bei Dingen, die ihnen online begegnen. (Eine Studie
fand heraus, dass Surfer mehr als doppelt so oft mit Bekannten über eine
gute Internet-Site reden – oder mailen - wie etwa über einen tollen
Kino-Film).
Studien zeigen immer wieder, dass die Empfehlung einer Website durch
Freunde und Bekannte zu mehr Besuchen und vor allem zu treuen
Dauerbesuchern führt als alle anderen Promotions-Methoden -
einschließlich Links und Suchmaschinen. (s.u.v.a. 14 Länder Studie
von TNS EMNID, 2002)
Einige der größten "Massenbewegungen" im Internet, etwa
der Erfolg von Hotmail, ICQ (die ersten Millionen Teilnehmer ganz
ohne Werbung) oder die Napster-Welle, sind reine Produkte des
Online-Virus.
Inzwischen haben sich die
Marketing-Profis dieses Instruments bemächtigt und so hat das Kind denn
auch einen marketing-wissenschafltichen Namen bekommen: Referral
traffic generators.
Wie konkret so ein Infekt
entsteht und abläuft, ist schwer zu fassen. Es gibt hunderte von
Möglichkeiten,
den Virus zu lancieren.
Der Virus muss ansteckend sein
Vor jeder enthusiastischen Diskussion des Viral Maketing
sollte wie immer bei Online-Hypes der Hinweis stehen: Ohne soliden Content,
ohne interessante Angebote oder ideenreiche Cyber-Events läuft nichts.
Auch und sogar ganz besonders die Viral Marketing Techniken sind
darauf angewiesen, dass der Virus, der im Netz ausgesetzt wir und sich im
Selbstlauf verbreiten soll, tatsächlich auch ansteckend ist!
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Kommunikationslust
der Cybernauten aktiv zu unterstützen. Online-Aktionen wie Gewinnspiele,
Promi-Chats oder Versteigerungen sind die aufwendigeren Methoden, den
Virus in Umlauf zu bringen. Einfacher sind kleine, als Seitenabbinder
eingebaute Empfehlungs-Formulare (oder “tell-it-to-a-friend”-Buttons),
die dann allerdings,wie gesagt, empfehlenswerten Content voraussetzen.
Im Zeitalter der immer "breitbandigeren" Online-Kommunikation setzt sich
das professionelle Viral-Marketing mit witzigen, schockierenden -
kurz: kultverdächtigen - Multimedia-Spots immer mehr durch. Auch hier:
Alles hängt davon ab, dass
- der Content stimmt, i.e. begeistert,
- der Anreiz und die technische Perfektion die Weitergabe des Virus an
immer neue "Opfer" erleichtert,
- durch interaktive Bestandteile und/oder durch Tracking-Techniken der
- immer zweifelhafte - Erfolg messbar wird.
Im weitesten Sinne gehören auch pfiffige “User-werben-User”-Aktionen,
bei denen die Weiterleitung der URL an Freunde und Bekannte honoriert
wird, zum Virus-Marketing.
Der bezahlte Virus
Immer
häufiger darf ich jetzt auf eine Belohnung, die Teilnahme an einer
Verlosung u.ä. hoffen, wenn ich ein Email an 10, 100, 1000 Freunde
weiterreiche (Mitteilung an den Virus-Erzeuger jeweils durch cc. Mail
Kopie). ein Beispiel dafür: Die Kampagne für den bekannten Suchagenten Copernicus.
Die richtigen Leute infizieren
Die Erwähnung einer pfiffigen Aktion, einer tollen Dienstleistung auf der
Web-Site hat in einem Kreis von Experten und Meinungsbildnern in der
Szene, auf die es Ihnen ankommt, natürlich eine wesentlich höhere
Verbreitungschance. Wenn es dann noch gelingt, den einen oder anderen
Meinungsbildner in aktiv in dieses Online-Projekt oder -Ereignis
einzubeziehen, ist der Virus kaum aufzuhalten.
Name-Dropping
Das Verfassen guter Fachbeiträge (mit Verweis auf die
"Herkunft" des Autors, seine Funktion und seine Kompetenz) und
deren Platzierung auf den Web-Sites und in den Newslettern anderer Firmen,
Online-Verlage und Instutionen kann den Virus in bis dato schwer
zugängliches Terrain tragen. Eine syndizierte (regelmäßig an
verschiedenen stellen im Netz erscheinende) Kolumne, von den
Empfänger-Site dankbar als dringend benötigter Content begrüßt oder
gar honoriert, ist die Krönung dieser "Content-for-Attention"-Strategie.
Die Beteiligung mit kompetenten und vor allem nützlichen Beiträgen
an Diskussionen im Internet, Foren, Listen, Chats ist eine ideale
Gelegenheit, den Virus zu platzieren.
Die E-mail Signatur
Wichtig dabei: Da Sie die empfindlichen Nerven der Listen- oder
Foren-Teilnehmer nicht mit werbenden Aussagen im Text Ihres "Postings"
strapazieren wollen, sollten Sie sich unbedingt einen "Abbinder"
(Footer, Signature File)
am Fuß Ihrer Mails fest einbauen (das geht bei fast allen Mail-Clients).
Neben Namen, Adresse und URL enthält dieser Abbinder einen ganz kurzen
beschreibend-motivierenden Satz zu Ihrem Unternehmen.
Viele Mail-Clients sind auch in der Lage, mehrere solcher Texte zu
verwalten. Das gibt Ihnen die Gelegenheit, jeweils den passenden Abbinder
für die jeweilige Zielgruppe oder den jeweiligen Posting-Zweck
auszuwählen. (s. auch E-mail-Marketing)
E-mail ist ganz allgemein am besten geeignet, das Virus zu verbreiten.
Der "Weiterleiten" oder "Forward"-Button ist sozusagen
die institutionalisierte Viren-Schleuder. Notfalls kann auch hier mit
einer Belohnung nachgeholfen werden.
Die Erlaubnis, den Newsletter Ihrer Firma/Ihres Verlags auch als
eigenen Service weiterzuleiten (immer nur als unveränderter,
vollständiger Text)
Tell-it-to-a-friend
Machen Sie es den Leuten so leicht wie möglich (ein Klick und fertig!),
den Virus zu verbreiten. Das kleine, fertig vorformulierte Email-Formular
zum Weiterreichen gehört inzwischen zur Standardausrüstung einer
Web-Site wie Suchfunktion und SiteMap. (Schlichtes
Muster etwa: www.intern.de)
Was sich am schnellsten verbreitet
Im Internet ist immer noch des Wörtchen "kostenlos" ein echter
Virenzerstäuber. Was da kostenlos abgegeben wird, richtet sich natürlich
nach der Zielgruppe, die infiziert werden soll. Hier wie beim Content: Es
muss werthaltig, nützlich oder sehr witzig sein.
© lb medien 2001
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