Website-Marketing

Online-Direktmarketing
Online-direct Marketing ist im wesentlichen E-mail-Marketing:
E-Mail-Aussendungen an die Adressen (potentieller) Kunden, die häufig
über die Response-Möglichkeiten auf der Verlags-Site eingesammelt wurden
(“Staubsauger”-Effekt des Pull-Mediums Internet--mehr
dazu). Unschlagbar, wenn es um Geschwindigkeit, Zielgenauigkeit und
vor allem um die Kosten geht.
Gute Mail-Programme leisten nicht nur die persönliche Adressierung
sondern auch ein hohes Maß an individualisierter
Ansprache (vor dem Eintritt in die Hohe Schule des E-Mail-Marketings
sollten sie allerdings einen Experten konsultieren. Fehler an dieser
Stelle können wesentlich teurer sein als Experten-Honorare. Dazu
Sprungmarken im Anhang)
Opt-In - sonst garnichts!?
Aufwendig sind diese Maßnahmen nur deshalb, weil dieses Instrument
äußerst sensibel eingesetzt werden muß. Online-Marketing ist “Permission-Marketing”.
Netizens haben eine schon fast ans Manische grenzende Abneigung gegen
unaufgefordert zugesandte Emails. Die Online-Marketer im Verlag und
Unternehmen sollten daher möglichst sicherstellen, daß nur solche
Adressaten angemailt werden, die sich damit einverstanden erklärt haben
– die Grenzen sind fließend und die Techniken vielfältig. (zu Spam
und Targeting-->hier)
Vorsicht daher auch beim Email-Adress-Kauf. Zumindest in Deutschland
gibt es kaum Angebote für glaubwürdige “opt-in”-Adresslisten
(opt-in = der Adressat hat vorher eingewilligt, Emails zu diesem Thema zu
bekommen; double opt-in = der Adressat wird nach seiner Zustimmung noch
einmal angemailt und bestätigt seine Zustimmung).
Opt-out mit Rückversicherung
Nicht immer aber muß es striktes opt-in sein! Wenn es gelingt zu einem
Thema eine Zielgruppe einigermaßen genau zu identifizieren und per Email
kurz über das Online-Angebot zu informieren, kann das – vorsichtig
angetestet - durchaus erfolgreich sein, solange die Empfänger
tatsächlich das Gefühl haben können, eine nützliche Information oder
ein interessantes Angebot zu bekommen. Zwingend ist hier allerdings die
Möglichkeit, sich sofort und nur durch die Bedienung des Antwort-Button
aus der Liste austragen zu können (opt-out-Mail).
Massenmails aufgrund solcher “opt-in-Listen” erzeugen nicht
nur nachweislich höhere Response-Raten als Print-Mailings (selbst bei “handgestrickten”
Listen liegt die durchschnittliche “Rücklaufquote” bei 18 Prozent,
laut Jupiter Communications, 1999) sondern kosten auch nur einen
Bruchteil in “Herstellung” und Versand.
Rückläufer zügig bearbeiten
Aber Vorsicht! Wer eine Flut von Email-Rückläufern auslöst, ohne für
die flotte Bearbeitung zu sorgen (6 Stunden ist die Wunschvorstellung der
User, 48 Stunden höchstens sind sie bereit zu tolerieren) schadet der
Sache weit mehr als die erfolgreiche Aussendung nützt! Die eingehenden
Fragen sollten möglichst an einer Stelle mit Zugriff auf die internen
Datenbanken beantwortet werden. (mehr dazu -->hier)
Newsletter
Noch einmal eine Stufe höher auf der Promotion-Leiter steht der Newsletter,
der – anders als die Werbeaussendung – die Kompetenz-Botschaft in
nutzwerte Leistung verpackt und sicher das effizienteste
Kunden-Bindungs-Instrument im Internet ist.
Autoresponder
Darüber hinaus läßt sich Email als Response-Medium sogar – wenn auch
nicht ganz unproblematisch – automatisieren: Bei bestimmten
Standard-Anforderungen und natürlich bei routinemäßigen
Eingangsbestätigungen etc. kann ein automatisches “Rück-Mail”-Verfahren
eingesetzt werden, das – leicht übertrieben - individuelle
Betreuung ohne Personaleinsatz ermöglicht: Der Autoresponder (Fragen Sie
Ihren Provider).
WAP und die Folgen
Am Horizont taucht derzeit eine völlig neue Form des
Online-Direct-Marketing auf: WAP – wireless application protocol –
oder etwas populärer und unpräziser: Internet per Handy - und die
folgetechnologien in der Pipeline. Tatsächlich besteht hier die
Möglichkeit, einem Nutzer, der sich mit seinem Profil auf der
Unernehmens-Site eingetragen hat, Nachrichten auf sein Handy zu schicken,
die ihm durch ihre Aktualität einen besonderen Vorteil verschaffen.
Weniger für Buch- wohl aber für Zeitschriften-Verlage, regionale
Anbieter, Content-Provider mit extrem kurzen "Halbwertzeiten"
u.U. ein geniales Kundenbindungs-Tool.
Multimedia-Direktmarketing?
Auch Email wird breitbandiger. HTML-Mail und damit die ganze
Multimedia-Show setzen der Marketing-Phantsie kaum noch Grenzen – das
tun aber die User. Sie reagieren häufig ausgesprochen sauer auf
Megabyte-schwere Mails und viren-gefährdete Anhänge (attachments). Der
Ausweg – wenn denn Multimedia sein muss – auch hier:
Erst anbieten, dann den User entscheiden lassen, erst dann liefern
(Mehr dazu
-->hier)
© lb medien 2001
http://www.e-publishing.de

|