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Umleitungen für textlose oder textarme Homepages 
(ImageMaps, Flash u.ä.)

Wenn die Homepage aus bestimmten Gründen nur aus einer einzigen recht großen Grafik bestehen muss, oder einer flächendeckenden Flash-Anwendung oder sonst einem text-losen Zustand, hat sie in den Suchmaschinen keine Chance (auch dort nicht, wo die Suchmaschinen inzwischen Flash "lesen" können, s.u.).
Keywords in ALT Texten
Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit, "hinter" den Graphiken Text anzubringen.
Das könnte etwa so aussehen:
<p><img src="../images/beispiel.jpg" width="..." height="..." usemap="beispiel" border="0" alt="Text mit relevanten Keywords">  
<map name="beispiel"> 
<area shape="rect" coords="......." href="beispiel1.html" alt="Keywords zu Beispiel1" title="Keywords zu Beispiel1">
<area shape="rect" coords="......." href="beispiel2.html" alt="Keywords zu Beispiel1" title="Keywords zu Beispiel2">
etc.
etc.
</p> </map> 
Das reicht aber in der Regel nicht aus. Und die Methoden der Spamdexer mit unsichtbarem Text funktionieren ohnehin nicht - im Gegenteil.
Problem als Lösung: Frames
Hier ist dann die Lösung u.U. genau die Technik, die oben das Problem war: Frames. 
Ein Frameset-Mantel um die ImageMap eröffnet nämlich die Chance, all den fehlenden Text im Noframes-Bereich des Framesets unterzubringen, der für die Indizierung durch die Suchmaschinen optimal ist und der Robot wird gleichzeitig per Link an der "feindlichen" Homepage vorbei auf die Inhaltsseiten dirigiert. 
Dieser Frame, wenn auf ein Pixel reduziert, muss nicht einmal für den Besucher sichtbar sein.
Doch noch Text? Im Scroll-Bereich ist viel Platz!
Wenn das Layout einer Seite aus zwingenden Gründen (z.B. ein Katalog, der von Abbildungen "lebt") kein oder nur wenig Text zulässt, bleibt immer noch die Möglichkeit, Text mit den wichtigsten Keywords in einen Teil der Seite zu packen, der zunächst bei Aufruf der Seite nicht auf dem Bildschirm erscheint, also die bildorientierte Aufmachung nicht stört. Text unterhalb des zunächst sichtbaren Bereichs, der nur durch Scrollen erreicht wird, erfüllt diese Funktion und erfordert keine oder nur geringe Anpassungen des "sichtbaren" Auftritts.
Ein weiterer ungenutzter Platz für den (auch inhaltlich!) sinnvollen Einsatz von Keywords sind ungenutzte Räume unterhalb der (und in angemessenem Abstand zur) Navigationsleiste links oder rechts.
Flash
Flash-Intros sind die populäre Spielwiese der Web-Designer, die ihre Kreativität unter Beweis stellen wollen - und der Alptraum aller Suchmaschinen-Optimierer. Robots "verstehen" nicht "Flash". Das ändert sich derzeit zwar (AllTheWeb/Fast nimmt Flash-Seiten in den Index auf und andere Suchmaschinen könnten bald folgen), dennoch muss in jedem Fall auch auf der Flash-Seite genügend Material vorhanden sein, das in HTML-lesbare Daten umgewandelt werden kann. (Anleitung auf dem Macromedia Server ->hier)
Wie immer gibt es auch hier Möglichkeiten, die Blindstellen zu umgehen.
Auch hier, wie bei der Umpositionierung von Text in einem Table-Design, kann eine spezifische Layer-Technik angewendet werden. Vereinfacht gesprochen wird damit eine für Robots lesbare Text-Seite unter die Flash-Seite gelegt. Der User sieht den Flash-"Film" obenauf ohne die Texte darunter wahrzunehmen.
Auf die technischen Details kann hier nicht eingegangen werden. Eine gute Einführung findet sich bei:
http://www.academywebspecialists.com/newsletters/0702.html#nobles
Will man das Suchmaschinen-Problem ganz umgehen, bietet man dem Nutzer eine (suchmaschinenfreundliche) HTML-Version der Seite an, wenn eine Abfrage des Browsers ergeben hat, dass kein Flash Plug-In vorhanden ist.
Spam oder nicht Spam?
Aber wie immer bei solchen "Umleitungen", bei denen die Suchmaschinen mit Texten "gefüttert" werden, die der User nicht sieht, ist das Tor sperrangelweit offen für die Spamdexer. Und das wiederum bedeutet, dass früher oder später diese Praktiken auf der "Schwarzen Liste" der Suchmaschinen landen und zum Ausschluss aus dem Index führen können.
Das Fatale daran ist, dass die "dummen" Robots und selbst die "intelligenten" Ranking-Algorithmen der Suchmaschinen nicht in der Lage sind, legitime von betrügerischen Inhalten zu unterscheiden. Wer also in bester Absicht seine ImageMap oder seine Flash-Homepage mit relevanten, präzisen und für alle Beteiligten hilfreichen Texten versieht, wird nicht anders behandelt als der schlimmste Porno-Spammer.
Den einzigen Weg aus diesem Dilemma bieten die Suchmaschinen für die Website-Betreiber an, die für die Aufnahme ihrer Seiten in den Index bezahlen (Paid Inclusion). Hier verpflichten sich Suchmaschinen wie z.B. Fast/AllTheWeb die Texte "redaktionell" zu sichten und legitime Texte zu indizieren.
Ein weiterer Weg für die Zukunft wäre eine multilaterale Vereinbarung zwischen Suchmaschinen und Suchmaschinen-Optimierern auf der Grundlage eines "Branchen-Kodex", detaillierter Verhaltensregeln und Listen akzeptabler und nicht akzeptabler Techniken. Allerdings würde die Überwachung dieser "Verträge" einen nicht unerheblichen Aufwand bedeuten.

© lb medien 2004
http://www.e-publishing.de