Website-Marketing

Nicht
mogeln, bitte!
Neben der legitimen Nutzung aller
Kenntnisse über Auswahl- und Bewertungsmechanismen der Suchmaschinen
hat sich das schlaue Austricksen der Robots im Internet zu einer Art Volkssport
entwickelt, Spamdexing genannt. Zwischen den Spamdexern und
den Suchmaschinen gibt es einen fortwährenden Wettlauf. So werden
die Tricks von heute zur Falle von morgen für den, der nicht ständig
am Ball bleibt.
Ein Beispiel unter Hunderten:
Nachdem sowohl der simple Trick mit den unsichtbaren Texten (hunderte von
wiederholten Keywords in der gleichen Farbe wie der Seitenhintergrund) als
auch der Trick mit der automatischen Weiterleitung von inhaltlich
unsinnigen, Keyword-konzentrierten "Brückenseiten" (Doorway Pages)
selbst von den "dümmsten" Suchmaschinen erkannt und geblockt worden
war, ließen sich die Spammer einen ganz einfachen, für die Robots nicht
erkennbaren Trick einfallen:
Sie entwarfen "Brückenseiten", die im oberen, auf dem Screen
sichtbaren Teil einigermaßen "normale" Inhalte, "normal"
designed, enthielten, im unteren, nicht sichtbaren (der Scrollbalken wurde
"entfernt") Teil aber aus Keyword-Spam bestand. Diese Seite wurde
zwar auch automatisch (Meta Refresh) weitergeleitet, aber erst nach 6-10
Sekunden - was von den Suchmaschinen aus gutem Grund toleriert wird.
Andererseits entfernen sich die Techniken der Web-Site Gestaltung und
-Bearbeitung (z.B. durch Einsatz von Flash und Streaming Media, vor allem aber
durch den Gebrauch von CMS und datenbank-gestützten Seitenaufbau) immer
weiter vom simplen HTML-Format. Da bleibt dem Web-Site Betreiber kaum anderes
übrig, als auf Tricks zurückzugreifen, nicht um die Suchmaschinen zu
betrügen sondern im Gegenteil, um ihnen ihr "Geschäft" überhaupt
zu ermöglichen.
Ein Dilemma, das im Endeffekt nur über eine Selbstverpflichtung
aller Beteiligter auf ein "ethisch einwandfreies" Optimieren von
Websites für die Suchmaschinen zu lösen ist. Der "Kategorische
Imperativ" der Suchmaschinen-Optimierung heißt:
"Biete den Suchmaschinen nur solche Inhalte an, die Du genauso an
gleicher Stelle Deinen Besuchern anbieten würdest."
90 Prozent aller Suchmaschinen-Anmeldungen sind SPAM!
Die Suchmaschinen haben in den letzten Jahren gewaltige Anstrengungen
unternommen, den Spamdexern auf die Spur zu kommen und sie aus den
Indizes auszuschließen. Wenn es richtig ist, was Suchmaschinen-Betreiber
behaupten:
85-95 Prozent aller Anmeldungen sind SPAM und (so FAST) 20 von 30
Millionen erreichbaren Servern im Internet - also ein Zwei-Drittel aller
Server - sind bereits als Spam-Server "entlarvt",
dann ist die Energie, die in diesen Kampf investiert wird, durchaus
verständlich.
Leider aber
-
dauert es of sehr lange (manchen Suchmaschinen schaffen`s nie), bis eine
Spam-Praxis nicht nur erkannt sondern auch gebannt wird. Das ist als
automatischer Vorgang oft unmöglich (s.u. "Cloaking") und die
Suchmaschinen sind daher auf Hinweise/Denunziationen aus der Nutzerschaft
angewiesen,
-
treffen die Verteidigungs-Maßnahmen der Suchmaschinen
auch immer mehr Unschuldige. Wenn ganze Server, die ja oft genug mehrere
Websites beherbergen, oder gar Service Provider auf die schwarzen Listen der
Suchmaschinen wandern, kommt es zu einer Art "Sippenhaft". Die
"sauberen" Websites trifft der Bannstrahl genauso wie die Spammer!
Reparatur ist fast unmöglich - dazu fehlt den Suchmaschinen das Personal.
Spamdexing lohnt sich nicht
Die Zeiten, wo man mit stereotypen
Schlüsselwort-Anhäufungen, unsichtbarem (transparenten) Text, irreführenden
Brückenseiten, die per Meta Refresh dem Auge des Nutzers erspart
wurden, etc. sein Ranking in den Suchmaschinen verbessern konnte, sind
längst vorbei.
Andere, nicht weniger plumpe Tricks, wie der Einbau von 1-Pixel-Graphiken
mit angehängten ALT-Texte oder gar unsichtbare 1-Pixel-Frames mit umfangreichen
NOFRAME-Texten, scheinen heute leider noch in vielen Suchmaschinen zu
funktionieren.
Unsichtbare Layer (CSS-Layer ausserhalb des sichtbaren
Bereichs mit einer Keyword-gepackten Seitenbeschreibung), Cloaking (den Suchmaschinen
andere Seiten als den Besuchern servieren), etc. zeigen schon die Verfeinerung
- oder die Verwilderung? - der Sitten an.
Die Reaktion der Suchmaschinen auf diese Praktiken ist für alle gleich
unangenehm: die Aufnahme in die Suchmaschinen-Indices und das Ranking werden
immer unabhängiger von den Optimierungsbemühungen der Webmaster und
Promotions-Agenturen.
Der seriöse Web-Promotor tut ohnehin gut daran, sich aus diesem Wettlauf herauszuhalten. Auf Dauer ist
das Spamdexing konterproduktiv. Nicht nur die Suchmaschinen, die allen
Tricks irgendwann einmal auf die Spur kommen, sondern - wichtiger - auch
die übertölpelten Besucher, die unter falschem Vorwand (falsche
Keywords,
irreführende Description) auf die Seite gelockt wurden, reagieren
sauer und sind auf immer verloren.
Die Schwarze Liste der Suchmaschinen
Außerdem naht der Tag, da
sich die großen Suchmaschinen zusammentun und Spamdexer auf eine
gemeinsame Schwarz Liste setzen. Die Site ist dann in allen wichtigen Suchmaschinen
"gestorben". Bis dahin kann der Webmaster schon die expliziten
Suchmaschinen-Spam-Standards einüben, z.B. bei Google
und Yahoo!
In einem Dilemma befindet sich allerdings
der Webmaster, der versucht, ganz korrekt und im Sinne der User und der
Suchmaschinen die Inhalte seiner Web-Site auch dann an die Suchmaschine
zu bringen, wenn diese eigentlich nicht in der Lage ist, diese Inhalte
zu erfassen. Da müssen die Suchmaschinen zu ihrem eigenen Besten mit
ein paar Handgriffen zu ihrem eigenen Glück gezwungen werden - wobei
einige der Techniken (z.B. das sogenannte Cloaking) interessanterweise
gleichzeitig auch als Schutz gegen die böse Konkurrenz eingesetzt werden
kann. (-->mehr dazu unter Umleitungen für
Sackgassen)
Kriminelle Methoden der Spamdexer
- Wachsamkeit tut not!
Gefährlich, ja kriminell, sind
allerdings die Tricks der Spamdexer, die sich direkt gegen die Suchmaschinen-Platzierungen
der Konkurrenz richten. Nicht nur das komplette Kopieren erfolgreicher
Konkurrenzseiten (“Site-Jacking”, oder harmloser: das simple Kopieren
der Meta Tags von erfolgreichen Sites, "Meta-Jacking") sondern vor
allem – weil es so leicht ist – die bewussten Regelverstöße
im Namen der Konkurrenz, die zur “Abstrafung” durch die Suchmaschinen führen,
können katastrophale Folgen haben.
Dagegen hilft nur das ständige
Beobachten der Auf- und Ab-Bewegungen in den Suchmaschinen. Es ist ratsam,
für die wichtigsten 10 Suchmaschinen und Kataloge eine Art Monitor
mit monatlicher Berichterstattung einzurichten.
Dafür gibt es auch hier wieder
Software und auch kostenlose Dienstleistungen (monatliche Benachrichtigung
per Email über die Positionen in Suchmaschinen bei den wichtigsten
Stichwörtern) im Internet selbst. So kann der Web-Promotor beim Abrutschen
aus den Top Ten sofort reagieren. (-->mehr dazu unter Mother`s Litte
Helpers und Marketing Controlling)
Spam-Dialog mit den Suchmaschinen
Viele der großen Suchmaschinen bieten inzwischen eine Möglichkeit,
Beispiele:
© lb medien 2004
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