Website-Marketing

Real-Time
Suchmaschinen
Die traditionellen Suchmaschinen
können in der Regel dynamisch generierte Inhalte nicht erfassen und
indizieren. Das gilt sowohl für Web-Seiten, die aus Datenbanken dynamisch
erzeugt werden, also natürlich auch für Chat-Rooms, Online-Radio
und TV.
Mit Hilfe neuer Such und Speicher-Technologien,
wird diese Lücke in Kürze geschlossen sein.
Zwei Ansätze dazu: eNow
und gPulp
Direkt-Suche
Bei gPulp dem so genannten
"General Purpose Location Protocol" sollen Informationen nicht mehr
durch Robots gesammelt und in einem Index zur Suche bereit gehalten werden.
Die neue Suchtechnologie soll es vielmehr möglich machen, die Informationen
in Echtzeit über das gesamte Netzwerk hinweg zu suchen.
Diese Bestrebungen liegen im Prinzip
auf der gleichen Linie wie neue Formen der direkten Verknüpfung von
Computern und Usern im Internet ohne dazwischengeschaltete "Relais-" oder
"Sammelstellen" - ein wenig wie in den Anfangstagen des Internet vor 20 Jahren.
P2P
Diese unter der Bezeichnung "Peer-to-Peer-(P2P)"Technologie
zusammengefassten Versuche führten vor allem durch die Musik-Such-und-Tauschmaschine
Napster
im
Frühsommer 2000 zu einer wahren Massenhysterie (und einer gigantischen
Prozesslawine, ausgelöst von der geschockten Musik-Industrie).
Die Ausweitung des "Suchraums" aber löst natürlich nicht das
zentrale "Relevanzproblem", zunächst mal: im Gegenteil.
Hier nun setzen Konzepte an, die die Relevanz eines Dokuments messen an
der Häufigkeit, mit der dieses Dokument gewählt und an der Kompetenz dessen,
der auf dieses Dokument verweist, wieder gemessen am Zuspruch.

Das Ganze soll funktionieren als eine Art Kombination aus P2P-Technologie,
automatisiertem Experten-Guide (wobei die Experten von den "Peers"
bestimmt/"gewählt" werden) à la about.com oder meome.de,
geteilte Wissen um Dokumente und Fundstellen à la Oneview und
einer an den Verfahren des "collborative filtering" orientierten
Zuordnungs-Technik. Typischer Vertreter dieses Ansatzes (noch in der
Probephase) ist Pandango.
Push-Suchmaschinen
Eine andere Form der "verteilten" Indizierung, angesiedelt
zwischen den traditionellen Suchmaschinen und der P2P-Technologie, ist die
derzeit im Probelauf befindliche Push-Indizierung.
(im Versuchsstadium: 360.com)
Dabei wird die "Verantwortung" für das Auffinden und
aktuelle Indizieren der Seiten auf einem Server nicht mehr den zentralen
Suchmaschinen-Robots über lassen. Vielmehr bedient sich jede Web-Site eines
eigenen "Agenten", um - täglich frisch - alle Seiten an den
zentralen (gigantischen) Index zu melden.
Dabei können alle Formate und dynamisch aus Datenbanken generierten
Seiten erfasst und gemeldet werden - eine geschätzte Anzahl von 550
Milliarden Dokumente mit einem täglichen Neuzugang von fast 10 Millionen
Dokumenten.
Diese Technologie scheint sich ganz besonders für Themen- und
Community-Portale zu eignen, bei denen sich alle teilnehmenden Web-Sites auf
die Nutzung dieser Technologie verständigt haben. Der Nutzer findet dann
tagesaktuell alle (!) Seiten der als relevant definierten Partner-Sites.
Die Relevanz der Fundstellen lässt sich, laut Hersteller, nach den
erprobten Ranking-Algorithmen wie Link-Pupularität, Schlüsselwort-Dichte
etc. bestimmen.
© lb medien 2001
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