Website-Marketing

Führer
durchs Internet und "Community Suchmaschinen"
Der verzweifelte Ruf nach Qualität
der Suchergebnisse im Internet produziert eine ständig wachsende Liste
mehr oder weniger kreativer Versuche, das „Stecknadel-im-Heuhafen-Problem“
glaubwürdig zu lösen.
Die Wahl der Experten: Clearing-House
Etabliert inzwischen sind die „Clearinghouse“-Ansätze:
Ausgewiesene Experten „rezensieren“ die Web-Sites im Netz jeweils für
ihr Fachgebiet. Der gelungenste Versuch dieser Art ist derzeit wohl
About.com
Websearch. So entstehen für jedes Gebiet "Community Portale".
Eine Nummer kleiner die Web-Scout-Ansätze sowohl im deutschen
als auch im internationalen Web.
Safaris im Cyber-Dschungel
Ebenso neu wie naheliegend:
Geführte Internet-Touren (Web-Rides) zu allen denkbaren Themen.
In einer Art (Ton- und-) Dia-Show lässt sich der User passiv zu den
besten(?) Sites über das gewünschte Thema führen. Im deutschen
Web sind hier derzeit datango (benötigt
eigenes Plug-In), Netzpiloten und
Clickfish
führend.
WebRides - jeder führt jeden
Da hier von vornherein die Qualität
gegenüber einer Art "Open Publishing" zurücktrat (sicher
vor allem aus Kostengründen), ist die Entwicklung zum "Jeder macht
seinen eigenen Führer" (Webride)
nur konsequent. Dass diese Touren dann je nach Webmaster-Interesse selektiert
auch noch auf die eigene Homepage "entführt" ("Jedem sein eigenes
Portal". Beispiel: meome) oder gleich
individuell vor Ort zusammengebastelt werden können ("Mein Portal
für mich und Dich". Beispiel E-Tour)
macht die Sache nicht hilfreicher. Noch "demokratischer" wird es dann bei
den Einkaufs-Führern wie dooyoo,
ciao
und anderen wo jedermann seine Erfahrungen mit
Life-Rides - an der Hand des Web-Reiseleiters
Produkten oder Web-Sites - oder
seine schlechte Laune - publizieren kann.
Einen Schritt weiter gehen "live"
geführte Web-Touren, LifeRides, die die Peer-to-Peer-Technologie
(P2P) nutzen. Hier klinkt sich der User direkt in
eine, von einem "Cyber-Reiseführer" live veranstaltete Web-Tour ein
und läßt sich passiv durch die von der Redaktion ausgeählten
Top-Sites zum Thema führen (z.B. LifeRides von Lluna)
Bookmarks tauschen
Konsequenter sind da zwei -
gegensätzliche - Ansätze radikaler Subjektivität:
- Der "Surftipp"
verbreitet die eher zufälligen Lese/Surf-Früchte einer Redaktion
von Cyber-Vagabunden - auch per täglichem Newsletter.
- OneView
dagegen setzt auf die kollektiv-kumulative Weisheit beliebiger Bookmark-Sammler
und ist mit Hilfe einer zunehmend intelligenten Superstruktur inzwischen
zu einer Art Kultstatus gelangt.
Die Tendenz zu einerseits den User-getriebenen
"Suchmaschinen", die das ODP-Prinzip (dmoz.org) auf die Spitze
einer Art organisierter Leserbrief-Publizistik als "Community-Ansatz"
treiben und die User-beraten-User Ansätze in den Einkaufsführern
aller Art sind genaugenommen ein Zeichen des Mangels an redaktioneller
Potenz im Internet. Hier haben die Verleger bisher versagt.
© lb medien 2001
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