Website-Marketing

Crossmedia-Marketing, Co-Marketing
Online für Online reicht nicht! Cross-Media-Marketing als
Erfolgsfaktor für die Firmen- oder Verlagssite meint hier, anders als im
Abschnitt über Cross-Marketing,
den koordinierten Einsatz der unterschiedlichen Medien - vor allem Print,
in bestimmten Fällen durchaus auch Radio und TV - für die
Gewinnung von (Dauer-?)Nutzern für die Web-Site des Unternehmens.
Noch gibt es keine verlässlichen Studien über den „Mehrwert“ von
Cross-Media-Kampagnen für die Online Auftritte (Die vorhandenen Studien
über die Effizienz etwa von Print oder gar TV-Werbung für
Online-Auftritte sind zu diesem Thema noch widersprüchlicher als das
Online-Studien ohnehin sind - Allmählich aber füllt sich die "Media-Bibliothek"
mit Fallstudien aus den großen Vermarktungsagenturen zu
Crossmedia-Kampagnen für Konsumgüter, Dienstleistungen etc., die als
Anhaltspunkt dienen können). Aber dass hier noch jede Menge
Optimierungspotentiale abzurufen sind, darüber gibt es wenig
Zweifel.
Die eigenen Medien koordiniert einsetzen und mit anderen koalieren!
Da Verlage, im Gegensatz zu anderen Unternehmen, oft einen guten Teil
der einsetzbaren Medien sozusagen im eigenen Haus haben, müssten sie sich
eigentlich längst als Pioniere im Cross-Media-Marketing hervorgetan haben
– das haben sie aber, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bis heute
nicht. Es ist verblüffend zu beobachten, wie Fachverlage sich online
engagieren und dann in den eigenen Fachzeitschriften dieses Engagement
heroisch (fast) verschweigen. Bei dieser Sachlage ist es dann kein Wunder,
dass die Verlags-Website auch nicht über fremde Print-Medien promotet
wird.
Dabei zeigen Untersuchungen zu der Art und Weise, wie Besucher auf
eine Web-Site stoßen immer wieder, dass Print-Promotion (inclusive PR)
außerordentlich wirkungsvoll sein kann.
Die Online-Start-Ups (s.o.) haben da schneller geschaltet und sind mit
teilweise gigantischen Cross-Media-Kampagnen eingestiegen –manche haben
sich dabei allerdings tödlich übernommen.
Der Fehler liegt hier in der Regel in einer völlig unangemessenen 1/1
4c-Denke, heißt: Print-Werbung ist nur mit ganzseitigen Farb-Anzeigen
erfolgreich! Das ist zumindest für die Web-Promotion per Print purer
Unsinn. Der Teaser im redaktionellen Umfeld und natürlich die
redaktionelle Meldung sind nicht nur finanzierbarer sondern oft auch
erheblich wirkungsvoller.
Wie ist "Marketing auf allen Kanälen" finanzierbar -
wenn überhaupt? Co-Marketing
Dennoch: Das Zusammenschalten aller verfügbaren Medienkanäle wird
gleichzeitig für den Marketing-Erfolg der Web-Site immer wichtiger aber
für den kleinen und mittleren Verlag, das KMU, auch immer
unerschwinglicher, zumal wenn sich zu den alten immer neue
Kommunikationskanäle gesellen (wie WAP und UMTS), die ebenfalls bedient
werden sollen.
Auch hier führt der – steinige – Königsweg über strategische
Allianzen mit Firmen/Kunden, Software-Häusern, Vertriebsdienstleistern
und – besonders schwierig und gelegentlich schmerzlich – mit den
direkten Verlags-Konkurrenten in den wichtigsten Geschäftsfeldern (s.
auch zu Nischen-Portalen).
Offline konkurrieren, online Kapital, Kompetenzen und Kontakte poolen
(neben durchaus noch eigenen Web-Präsenzen als Image-Träger), das muss
für die „Kleinen“ die Strategie der Wahl sein.
Jeder bringt seine eigenen Medien oder sein spezifisches
Medien-Know-How in diese Online-Allianz ein und erzielt durch breitere und
intensivere Nutzung der eigenen Medieninvestitionen einen beträchtlichen
Mehrwert.
Die so entstehenden großen Einheiten können dann auch dem
Media-Planer nicht nur die notwendigen Reichweiten, Planungs-Daten
und Technologien (AdServer) sondern u.U. auch eine gemeinsame
Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen (Beispiel: AdXML) und damit
den Planungsprozess für beide Seite wesentlich effektiver
gestalten.
Nur so kann der Vorteil des Internet in der Werbung gegenüber allen
anderen Medien optimal genutzt werden: Die Steuerung und Korrektur von
Kampagnen „on the fly“, jederzeit, zeitnah.
Für E-commerce-Sites sind Kooperationen noch wichtiger
Für Auftritte mit E-commerce Ehrgeiz geht dieses Poolen von Kanälen noch
ein paar Schritte weiter. Im Kontakt zum Kunden müssen die „realen“
(Vertrieb/Logistik, personale Beratung, Außendienst etc.) Kanäle ebenso
gebündelt werden wie die Medien-Kanäle. Die Wirtschaftlichkeit teuerer
E-commerce-Auftritte ist anders nicht zu erreichen.
© lb medien 2001
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