Website-Marketing

Credibility
Der Sprung über die Glaubwürdigkeitslücke
In einem Umfeld, das von Laienspielern und Scharlatanen bevölkert
ist, wird die Glaubwürdigkeit zum Erfolgsgaranten.
Glaubwürdigkeit ist im Internet einerseits wichtiger als in
irgendeinem anderen Medien-Umfeld, andererseits ist sie hier viel
schwerer herzustellen – das Internet kennt kaum gewachsene
(Marken-)Loyalitäten. Die Alternative ist immer nur einen Klick entfernt
und online entscheidet der Kopf und nicht der Bauch, ob dieser Klick
notwendig ist oder nicht. Credibility - das achte “Hohe C”.
Was macht die Website "credible"?
In einer internationalen Studie (USA und Finnland) wurden Nutzer nach
den Faktoren gefragt, die für sie eine Website glaubwürdig und kompetent
machen.

Vertrauen schaffen
Der typische Cybernaut ist misstrauisch - zu recht!
- Bei der Darstellung von Produkt und Produktnutzen ist Virtualität
kein Vorteil. Der Rapport zwischen Kunde und Produkt ist in dieser
Welt schwerer herzustellen als in der "realen". Qualität
lässt sich nur behaupten, selten (vor allem bei Produkten, die
digital vertrieben werden können) beweisen.
- Die gleiche Distanz wie zum Produkt besteht zum Anbieter und zum
gesamten Vorgang des Suchens, Wählens, Entscheidens, Kaufens.
An beiden "Fronten" also muss online etwas mehr getan werden
als anderswo.
Sicherheit
Das Online-Marketing leidet unter einem Widerspruch, den es teilweise nur
durch (zähneknirschenden) Verzicht auf liebgewonnene Instrumente
auflösen kann:
Die sichere Verfügung über den Gebrauch der eigenen Daten steht an
oberster Stelle einer jeden Surfer-Wunschliste für die
Internet-Nutzung.
Marketer und Online-Verkäufer andererseits nutzen aber die
Interaktivität des Mediums so weit wie möglich aus, um dem Nutzer und
potentiellen Kunden auf der Spur zu bleiben, seine Daten in Datenbanken zu
speichern, zu analysieren, zu selektieren und als Basis für
individualisierte Werbe-Ansprachen und Produkt-Angebote zu nutzen. Alle
medienspezifischen Vorteile des Internet-Marketing und E-commerce hängen
genau von dieser Fähigkeit ab, mit dem Nutzer "Maus zu Maus" zu
kommunizieren.
Wird der Nutzer zum Kunden, mutet man ihm auch noch zu, sein
Allerheiligstes, sein Portemonnaie, sozusagen vor der Netz-Öffentlichkeit
aufzumachen.
Aber nicht nur in den Datenbanken sondern bereits beim Transfer im
Netz sind diese Daten "angreifbar" und offen für den
Missbrauch. Verlässliche Schutzmassnahmen sind teuer und oft umständlich
für beide Seiten.
In dieser Situation Vertrauen aufzubauen ist - zumindest für die
E-commerce-Site - ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Vertrauensbildende Maßnahmen
Einige der "vertrauensbildenden Maßnahmen" sind:
- Ein professioneller, zielgruppengerechter Auftritt in Sprache und
Design,
- Die persönliche "Präsenz" der Site-Betreiber auf der
Web-Site durch ein ausführliches, leicht zugängliches Impressum und
am besten noch mit persönlicher Vorstellung der Verantwortlichen für
die verschiedenen Online-Geschäftsbereiche.
- Offenheit beim - bei Shop-Systemen unvermeidlichen - Einsatz von Cookies
und Session-IDs
- Erläuterungen über den Zweck der bei der Abfrage von persönlichen
Daten.
- Eine strikte, offengelegte Politik der Nichtherausgabe von Daten an
Dritte (Privacy Policy).
- Betrieb auf einem "sicheren Server" und der Nachweis
darüber.
- Absicherung der Bezahlvorgänge mit Verschlüsselungs-Software, die
allerdings den Interaktions-Prozeß mit dem Kunden nicht über Gebühr
behindern darf.
Und diese Anstrengungen gilt es, ausführlich und plaktativ
darstellen!! Im Internett ist es - Hyperlink sei Dank - glücklicherweise
möglich, die Misstrauischen in jeder Weise mit Erklärungen, Dokumenten,
Zertifikaten etc. zufriedenzustellen, ohne die Schnell-Entschlossenen
damit traktieren und langweilen zu müssen.
Glaubwürdigkeit der Marke
Credibility hat aber jenseits der harten Tatsachen eine
wesentlich psychologische Komponente. Unternehmen und Marken haben sich
dieses Vertrauen in langem Dienst am Kunden erarbeitet.
Verlag oder Unternehmen, in der Regel ja schon im Besitz „glaubwürdiger“
Marken, müssen daher entscheiden, ob sie im Internet den
Wettbewerbsvorsprung eingeführter Marken nutzen wollen oder eigene
Online-Marken schaffen, die für die Nutzer von Anfang an das
Cyber-Feeling mitbringen.
Um den Internet-gerechten Ausbauen der Marke werden sie trotzdem nicht
herumkommen. Der Offline Markenwert schwindet online rapide, wenn er nicht
„interaktiv“ aufgewertet wird.
© lb medien 2001
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