Website-Marketing

Werbeplätze und Sponsoring
In jedem Fall sollte die Werbe-Option als
Refinanzierungs-Möglichkeit in der Planung mitbedacht werden.
Neben den Text- (Standard: 5-8 Zeilen, 60 Anschläge,
inclusive Überschrift/Anreißer und URL/Abbinder) oder ggf. HTML-Bannern
kann bei einem gut gemachte Themen-Newsletter natürlich
auch mit Sponsoring gearbeitet werden. Der Sponsor wird in einer
Zeile im Kopf des Newsletters vorgestellt. In USA zumindest ist es auch
durchaus üblich, dass die Redaktion etwas Nettes zum Sponsor im
redaktionellen Teil schreibt.
Beides, Banner und Sponsoring, sind erfahrungsgemäß sehr
erfolgreich als Mittel für die Generierung von anfragen
("Leads") für die Werbetreibenden und können daher einen guten
TKP erzielen.
"Stand-Alone" Werbung
Immer mehr Newsletter gehen noch einen Schritt weiter über den Banner
hinaus:
Sie lassen sich (wenn sie seriös arbeiten) von ihren Lesern die
Genehmigung erteilen, ihnen hin und wieder Sonder-Mails mit Werbung von
"verbundenen" Unternehmen zuzuschicken, entweder als
-
reine
"Anzeige" (bei HTML-Mail entsprechend gestaltet) oder
eingebettet in ein wenig Redaktion oder auch
als redaktionellen Beitrag in werblicher Absicht ("Advertorial")
und vom Kunden geliefert
als "Sonderausgabe" des
Newsletters.
Wie immer in der Online-Werbung gibt es auch hier schwarze Schafe
neben den weißen und jede Menge grauer. Grau heißt hier,
Beide Verfahren sind (mittelfristig) selbstmörderisch, da sie nicht
nur das "Stand Alone" Instrument entwerten sondern auch den
Newsletter selbst zerstören - der genervte Abonnent klickt auf den "unsubscribe"-Button
und entzieht so dem ganzen Spuk die Basis.
Vorsicht: Akquisitionskosten!
Der Aufwand für den Media-Verkauf sollte allerdings nicht
unterschätzt werden. Das Newsletter-Team ist in der Regel mit dem Banner-
und Sponsoring-Verkauf überfordert. Das gilt selbst dann, wenn das Team
auf die Kundendatenbank und das Know-How einer Anzeigenabteilung im Haus
zurückgreifen kann.
Wo es keine Anzeigen-Abteilung (plus Außendienst) einer
"verschwisterten" Zeitschrift mit internet-begeisterten
Mitarbeitern im Haus gibt, die den Verkauf übernehmen könnte (Vorsicht:
Die Anzeigenabteilungen neigen dazu, die Online-Media als besseres
"Give-Away" beim Anzeigenverkauf zu missbrauchen!), bleibt nur
der Weg über die Agenturen (nur bei mindestens sechsstelligen Abo-Zahlen)
oder über Spezialanbieter wie Newsmarketing.de (http://www.newsmarketing.de).
Option: Werbung oder Bezahlen
Wie im Internet generell so wird auch bei den Newslettern
ein Modell immer populärer: Dem Leser werden zwei Bezugsformen angeboten:
-
Kostenlos mit Werbung (und bei den HTML-Newslettern
machen sich die neuen, immer größeren Bannerformen breit).
-
Ohne Werbung aber gegen Abo-Gebühr.
Ob diese Option überhaupt eine Chance hat, genügend
Bezahl-Abos zu generieren, hängt natürlich vom "Need-to-Have"-Charakter
des Newsletter einerseits und von der "Werbetoleranz" der
Bezieher andererseits ab.
Ein bisher wenig genutztes Instrument zur Refinanzierung
eines Newsletters (oder für einen Newsletter bzw. E-zine, der den Ehrgeiz
entwickelt, als "Profit-Center" einen Gewinn einzuspielen) ist
die Zweitverwertung der wertvollen und nutzwerten Inhalte z.B. in Form von
-
Syndication (Verkauf einzelner Texte oder des gesamten
Inhalts) an Dritte, direkt oder über eine Syndications-Agentur (neben
den allgemeinen Content-Börsen gibt es auch spezialisierte
Newsletter-Content-Vermarkter) und
-
Zusammenfassung/Neuordnung der Texte als
Print-Broschüren, Specials, Jahrbücher etc – den
Zeitschriftenverlagen natürlich längst vertrautes Terrain, aber halt
bisher nur von Print zu Print
Voraussetzung ist natürlich eine ausreichende inhaltliche
Substanz des Newsletters selbst.
© lb medien 2001
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