Website-Marketing

HTML-Mail
Da ist zunächst die HTML-Mail, die sich immer mehr
verbreitet und für Marketing-Kommunikation und Newsletter zum
Standard zu werden scheint (droht?).
Eine wichtige Frage, die bei der Entscheidung für die
HTML-Form vorab getroffen werden muss: Biete ich den Empfängern
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Online-HTML: alle graphischen Elemente werden bei Aufruf
jeweils neu vom Server abgerufen,
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Offline-HTML: alle graphischen Elemente sind bereits in
die E.mail mit eingebettet,
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die Wahl zwischen beiden.
Tatsächlich hat die HTML-Mail eine Reihe von Vorzügen:
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Die Mail-Botschaft kann durch Design akzentuiert und
"verdaubarer" verpackt werden, dabei kann
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die Firmen-CI, das Marken-Logo, das Lead-Visual etc.
zusätzlich zur "nackten" Information mittransportiert
werden.
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Informationen in Bild- und Graphik-Dateien können
direkt mit der Seite und im Seitenzusammenhang - und nicht in einem
Anhang - transportiert werden.
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Die bessere Strukturierung größerer Textmengen
erleichtert die Wahrnehmung. Der User bewegt sich auf der Mail-Seite
wie in der gewohnten "Hypertext-Umgebung" des WWW, mit all
seinen Vorteilen.
Bei der Inspektion vieler HTML-Mails heute schleicht sich
allerdings der Verdacht ein, dass hier oft fehlende Inhalte durch
graphische Kunstgriffe überdeckt werden sollen - im Internet, und
besonders bei E-mail, ein vergebliches Unterfangen.
Die Nachteile der HTML-Mail sind gravierend:
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Die Profis zumindest, also alle Fach-Zielgruppen, ziehen
bisher noch die Text-Mail der HTML-Mail vor - mit Ausnahme der Werber,
verständlicherweise.
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Der Vorzug der E-mail als besonders
"schlankes", schnelles, platzsparendes Medium wird durch die
gewichtigen HTML-Mails konterkariert, das Abrufen der Mails wird zum
etwas anderen Surfen im Internet.
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Nicht alle Mail-Clients unterstützen die HTML-Mail, und
wenn sie es tun, gerät ihnen das gelegentlich etwas eigenartig und
die intendierte Show ist verdorben.
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Free-Mail Provider haben und machen Probleme mit
HTML-Mails. Beispiel "Hotmail": Hier werden die Links
in HTML-Mail nicht oder unvollständig unterstützt, was zu
unkontrollierbaren Error- und 404-Mitteilungen führt. Und AOL ist wie
immer, so auch hier ein Problem.
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Ein (schrumpfender) Teil der Empfänger wird gänzlich
ausgeschlossen. Hier kann allerdings durch Wahlmöglichkeiten
(aufwendige) Abhilfe geschaffen werden.
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Der "kommunikative", spontane und
Dialog-Charakter der E-mail, befördert durch die informell wirkende
Kargheit der Text-Dateien, geht verloren. Wer will schon mit einem
"Gesamtkunstwerk" kommunizieren.
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Der Empfänger muss erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
gegen das Einschleppen von Viren treffen, bisher konnte er gelassen
über das Öffnen von Attachments und damit über sein Risiko
entscheiden. Besonders nach den jüngsten Attacken von "Viren und
Würmern", werden die Mail-Filter gegen alles, was potentiell
gefährlich werden kann, immer rigoroser. Da kann Ihre HTML-Mail oder
Ihr Newsletter automatisch im Orkus verschwinden, ohne dass Ihr
Adressat und natürlich Sie als Absender davon informiert werden.
Wichtig aber in jedem Fall: Wenn Sie eine HTML-Mail oder
einen HTML-Newsletter verschicken wollen, lassen Sie den Empfänger
entscheiden, ob er nicht doch lieber die Text-Version bekommen will.
Wem das zu aufwändig ist: Beim Versand der Mail eine
"Anfrage" vorschalten (bzw. eine "Multipart"-Software
nutzen), ob der Mail-Client des Empfängers HTML-fähig ist oder nicht und
dann ggf. automatisch die alternative Text-Version statt der intendierten
HTML-Version liefern. Das ist zwar nicht ganz im Sinne des
vielbeschworenen "Permission-Marketing", ist aber unter gewissen
Umständen kaum zu vermeiden.
Fazit wie immer:
"Jedes Medium an seinem rechten Ort..." Wo die Stärken der
HTML-Mail eine echte Funktion (!) für die Online-Kummunikation haben, wo
mit Layout und Bild tatsächlich (!) ein Informations-Mehrwert
erzielt wird, dort hat die HTML-Mail ihren legitimen Platz.
© lb medien 2001
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