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Website-Marketing

"Slow and Steady Wins the Race"

Vor dem Einstieg in dieses "E-mail-Tutorial" sollten wir noch rasch einen ebenso gängigen wie fatalen Mythos ausräumen: "Das Internet und vor allem die E-mail ist ein schnelles, kurzlebiges Instrument und daher vor allem gut für kurzfristige Erfolge". Lange Zeit war die Mantra des Internet: "Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen"!

 

Inzwischen haben wir aus bitteren Erfahrungen gelernt, dass davon nicht die Rede sein kann. Und der Grund ist ganz simpel: E-mail wird genutzt von ganz normalen Menschen mit dem ganz normalen Bedürfnis nach Sicherheit, Vertrauen und Vertrautem, dem Wiedererkennbaren und Verlässlichen. Der Aufbau dieses Vertrauens oder – dem Herzen des Marketers näher – einer Marke ist auch im Internet ein Prozess, ein "Bohren harter Bretter mit Geduld und Augenmaß". Qualität, Nutz- oder Lustwert, Verlässlichkeit, (quasi) persönliche Zuwendung und – ja auch – Gewohnheit sind die Basis des erfolgreichen E-mail-Marketings jenseits aller Hypes und Hektik.

 

Für einen Zeitschriften-Verlag sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Jeder Zeitschriftenverleger hat vermutlich schon die Erfahrung gemacht, dass eine hektische Serie von – noch so brillanten – Relaunches eine eingeführte Fachzeitschrift in den Ruin treiben kann. Die notwendige Balance zwischen Bewahren und Erneuern ist jedem geläufig und drückt sich am besten aus in dem Spruch vom "permanenten Relaunch", also der inkrementalen, für den Leser kaum merkbaren Anpassung an neue Erwartungen und Sichtweisen.

 

Nur beim Internet-Auftritt und vor allem bei den E-mail-Strategien wird in vielen Verlagen diese alte Einsicht mit Füßen getreten. Statt langem Atem ist "Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt" die Regel. Aber auch und gerade im E-mail-Marketing, in einem zunehmend überbesetzten, lauten und hektischen Kommunikationsumfeld gewinnt der Langsame und Stetige das Rennen um die Aufmerksamkeit, die Anhänglichkeit und – die Geldbeutel.

 


© lb medien 2001
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