Website-Marketing

E-mail: Explosive Karriere eines Marketing-Instruments
Obwohl E-mail
die mit Abstand meistgenutze Internet-Anwendung ist, galt sie
lange Zeit als das Stiefmütterchen unter den Marketing-Tools im Netz. Das
hat sich rapide geändert.
Die Popularität der E-mail
bei den Internet-Nutzern steigt immer noch, auch im Vergleich
zum WWW.
Eine IDC-Studie (http://www.idc.com)
"Email Usage Forecast and Analysis, 2000-2005" sagt
voraus, dass sich die Zahl der E-mails bis 2005 auf rund 35 Milliarden Stück
täglich mehr als verdreifachen wird.
Die Ausgaben für E-mail
-Werbung sind im Jahr 2000 „explodiert“ und die Prognosen sehen kein
Ende des Booms.
Die Gründe sind einfach: E-mail
ist z.B. gegenüber dem traditionellen Direkt-Marketing
um bis zu 80 Prozent billiger und um etliche Response-Prozente
effektiver (2,5 Prozent durchschnittlich bei unspezifischen , bis zu 35 %
bei top-selektierten Daten).
Dennoch steckt das Marketing-Medium E-mail
– zumindest in Deutschland – fast noch in den
Kinderschuhen.
Laut Post AG-Studie „Direktmarketing
Deutschland 2003“ (http://www.deutschepost.de)
ist E-mail bei 158.000 deutschen Unternehmen für die Werbung im Einsatz
und leigt damit deutlich im oberen Mitttelfeld aller eingesetzten
Direkt-Marketing-Instrumente mit einer der kräftigsten Wachstumsraten
auch bei den eingesetzten Werbeeldern (von 1,3 Mrd in 2001 auf 1,7 Mrd. in
2002).
Auch die Adressbeschaffung scheint noch eher zufällig zu
verlaufen: Die größte Adress-Quelle ist nach wie vor die Kunden-Anfrage
per E-mail.
Das wird nicht so bleiben, wenn die E-mail-Marketing-Welle
die Mail-Boxen der User überschwemmt. (In den Jahren 2001-2003 ist ide
Zahl der E-mails jeweils um gut ein Drittel gewachsen - die Zahl der Spams
ebenfalls!). Dann wird
der gleiche Trend ausgelöst, wie in der Banner-Werbung:
Die Effizienz (Aufmerksamkeitsstärke, Rückläufer/Klicks)
sinkt, gleichzeitig werden die Mails lauter, bunter, zappeliger - damit
die Botschaft im Lärm der Marktschreier überhaupt noch gehört wird.
HTML-Mail ist da noch die harmloseste, und gelegentlich
sicher angemessene, Variante. Rich Media E-mail
ist ante portas, die ersten E-mail
Video-Kampagnen sind schon zu besichtigen und die Zahl der
Studien wächst, die dem Multi-Media-Mail hervorragende Klick-Raten und
eine goldene Zukunft attestieren.
Die Vorboten einer E-mail-Marketing-Konzentrations-Welle
zeichnen sich, wie gewöhnlich, am westlichen Horizont ab. Die eifrigen
Adress-Sammler und opt-in Mail-Broker werden derzeit von den großen
Web-Agenturen und den Web-Multis geschluckt (NetCreation mit seiner
riesigen, als seriös geltenden Op-In-Mailagentur PostmasterDirect
z.B. für 191 Mio. Dollar von Doubleclick, die als
Online-Marketing-Agentur auch im deutschen Markt prominent vertreten ist),
um dann mit der neugewonnen Power des "integrierten
Marketings" den Online-Werbemarkt aufzumischen.
© lb medien 2001
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