Website-Marketing

Die
E-mail-Schreibe
"What can be done with fewer is done in vain with more."
Okham`s Rasiermesser
Die Regeln für das Texten von E-mail-Aussendungen, Postings in
Mailing-Listen und Newslettern sind eigentlich nichts anderes als die noch
strengeren, noch rigoroseren Versionen der Gebote für die Online-Schreibe
auf Web-Sites und für die Online-PR: Das Wichtigste in die
Überschrift und in den ersten Satz, der Rest ist dann weniger wichtig.
Online sind mehr Absätze, mehr Zwischenüberschriften und mehr markierte
Aufzählungen wichtig - überhaupt alles, was dem Auge einen Anhaltspunkt
für das Erkennen der inhaltlichen Highlights bietet.
(Interessante Studie zu den Unterschieden von "Lesen" im
Internet und auf Papier: http://www.acs.ohio-state.edu/units/research/archive/comptext.htm
Guter Überblick zu Forschungsergebnissen über
"Rezeptionsgewohnheiten" im Internet generell und bei E-mail: http://iasl.uni-muenchen.de/discuss/lisforen/gild.htm)
E-mails
werden "gescannt", nicht gelesen
Der intuitive Verdacht, dass Online "besichtigt" oder
"gescannt" aber nicht gelesen wird - jedenfalls nicht
gründlich und keine langen Texte - wird durch wissenschaftliche
Untersuchungen auf verblüffende Weise bestätigt. Probanden, denen die
gleichen Texte in Print- und elektronischer Form vorgelegt wurden,
brauchten im Durchschnitt ca. 25 Prozent mehr Zeit zum Lesen am Bildschirm
und die Erinnerungswerte liegen deutlich niedriger als bei den
Print-Lesern.
Andererseits, ein überraschendes Ergebnis von
Eyescan-Untersuchungen,
scheinen Bilder und Graphiken Online eine weit weniger entscheidende Rolle
zu spielen als offline. Das kommt der Text-Mail entgegen und spricht nicht
gerade für die HTML-Mail.
Die Platzierung der Texte und - bei HTML-Mail - der Bilder
folgt online etwas anderen Regeln und Gewohnheiten als Offline.
Illustriert wird das mit dem prototypischen Verlauf aus den erwähnten
Eyescan-Tests:

Wenn der Text etwas verkaufen soll
Wenn immer der Mail-Empfänger sich einmal auf den Text eingelassen
hat, helfen ein paar einfache Regeln, mit denen der Texter versuchen
sollte, seinen Leser an die Hand zu nehmen und sicher ans Ziel: den
verkauf, zu führen:
Und natürlich hängt der Erfolg des Ganzen davon ab, ob ich diese Texte
denn auch an die richtigen Adressaten schicke (s. "Targeting",
"Adress-Selektion", "Segmentierung"), an die Empfänger mit den vermuteten
Problemen auf der Suche nach Problemlösungen wie der Ihren.
Der
Online-Leser ist ständig am (an vielen) Scheideweg(en)
Online-Texte sind Hypertexte, stehen also nicht in einer Sequenz sondern
am Knotenpunkt sich überschneidender Verbindungen. Nicht "von hier
nach dort" sondern "von hier nach überall"! Der Leser ist
sozusagen ständig im Aufbruch.
Dazu kommt das generell "nervösere" Verhalten der Onliner,
die jederzeit bereit sind, bei kleinsten Anzeichen von Irrelevanz oder
Langeweile, sich auf eine andere Seite zu klicken.
© lb medien 2001
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