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Regeln für den Online-Text
Verstärkt noch durch den informelleren und News-Charakter
der E-mail und ihre eigentümliche Präsentationsform im Mail-Client
lassen sich daraus bereits die wichtigsten Regeln ableiten:
Kurz, kompakt, schlicht, pointiert, akzentuiert,
strukturiert, persönlich und vertraut.
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Kurz : Angepasst an die kürzere
Aufmerksamkeitsspanne sollte der Text insgesamt, vor allem aber die
einzelnen Text-Module kurz gefasst werden. Ausführliche Informationen
werden durch Verweis angeboten (Textlink kann auch in den meisten
E-mail-Clients anklickbar dargestellt werden), folgen später im Text
(das Wichtigste in Kürze immer nach vorn!) oder werden per
Klick auf eine E-mail-Adresse per Autoresponder abgerufen.
Tatsächlich kann eine E-mail, die etwas Wichtiges und
Nicht-Triviales zu sagen hat, ruhig auch entsprechend lang sein, wenn
die Dramaturgie des Textes (ähnlich den News einer Nachrichtenagentur)
stimmt.
Bei eCommerce-Angeboten: Konzentration auf ein Angebot.
Generell gilt: Weniger ist mehr!
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Kompakt : E-mail-Sprache ist eine Sprache in
Hauptsätzen.
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Schlicht : Die Regel lautet: Nicht schreien!
Vermeiden Sie möglichst die verschiedenen in ASCII verfügbaren
"Unterstreichungen" wie Großschreibung, viele
Ausrufezeichen, oder gar die Priorisierung Ihrer Mail durch – je
nach Programm verfügbaren – Kennzeichnung als "besonders
wichtig".
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Pointiert : In wenigen Schlüsselwörtern oder
Slogans muss der Inhalt der Mail zusammengefasst werden können. Diese
Schlüsselwörter werden überall dort platziert, wo der flüchtige
Leser zuerst hinschaut: Betreff (!!), Überschrift und
Unterüberschriften (bei Newsletter), aber auch Absender (wenn
möglich). Dabei muss dem Leser auf den ersten Blick der Nutzen (!)
klar werden, den er aus der Investition seiner kostbaren
Aufmerksamkeit in diesen Text zieht - erst dann liest er überhaupt
weiter .
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Akzentuiert : Vor allem im Newsletter, aber wo
möglich auch in Massenmails sollte mit Überschriften über einzelnen
Textabschnitten gearbeitet werden. Andere Formen der Akzentuierung wie
Versalien, ASCII-Graphiken oder ähnlichem sind allerdings nur
mit äußerster Zurückhaltung einzusetzen.
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Strukturiert : Kurze, klar gekennzeichnete Text- als
Sinn-Abschnitte, mehr Absätze als in Print-Texten. Bei längeren
Mails oder Newsletter ein kurzes Statement zum Inhalt vorweg (1 Satz
genügt) und/oder eine kurze Inhaltsübersicht.
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Personalisiert : Hier ist nicht nur die persönliche
Anrede des Empfängers gemeint sondern die Empfehlung, auch bei
Unternehmens-Mitteilungen, Newslettern oder Novitäten-Alerts einen
ganz persönlichen Absender einzubringen, der wiederum die
persönliche Ansprache des Empfängers - es muss ja nicht gleich das
traute "Du" sein - erst wirklich glaubwürdig und
wirkungsvoll macht.
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Vertraut : Der Empfänger sollte sofort erkennen
können, dass zwischen Ihnen und ihm bereits eine vertrauensvolle
Beziehung besteht, die Ihr Mail aus dem Berg der irrelevanten
"Löschen!"-Kandidaten hervorhebt - diese Beziehung muss
gleich am Anfang angesprochen werden. Vor allem bei B2B-Mailings
sollte der "Absender" der Botschaft immer eine Person sein
und einen hierarchischen Rang in der Organisation einnehmen, der
mindestens gleich, besser höher ist als die der Zielpresonen.
Einige weitere Regeln für häufigere oder regelmäßige
Aussendungen selbst an double-opt-
in-Adressen sind:
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Die Möglichkeit zum einfachen (durch Rücksenden der
Mail oder eine leere Mail) Austragen aus der Adressdatenbank bzw. die
Kündigen eines Newsletter-Abos sollte bereits am Anfang, spätestens
aber bei den "Impressums-Angaben" am Ende der Mail prominent
angeboten werden. Diese Art der Mail-Hygiene macht sich am Ende durch
die Qualität der Kontakte bezahlt. - Um den Interessenten aber nicht
ganz zu verlieren, können ihm gleich Alternativen angeboten werden:
Geringere Frequenz, anderes Format (z.B. HTML), oder gar Umstieg auf
Print- oder Fax-Mitteilungen.
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Ein klarer, nachprüfbarer "Absender",
möglichst eine Person mit allen Adresseangaben, E-mail-Link und URL -
vor allem dann, wenn die Mail von einem externen Dienstleister
verschickt wird, also eine "fremde" Absender-Adresse trägt.
Durch das wachsende Misstrauen der User landen sonst auch die
bestgemeinten und qualitätsbewusstesten Mails und Newsletter im
elektronischen Papierkorb.
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Ein deutlicher Verweis auf die "Privacy
Policy" des Verlags zur Vertrauensbildung.
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