Website-Marketing

Das Ringen um E-mail-Wohlverhalten – "Standards" der
Internet-Verbände
Jenseits der (kommenden) rechtlichen Regulierungen und
Gerichtsentscheidungen versuchen die verschiedenen Internet-Verbände,
eine Art "Code of Conduct" für den Einsatz von E-mail für
gewerbliche Zwecke zu schaffen.
Der Deutsche Multimedia Verband, dmmv, hat in einer
Projektgruppe E-mail Empfehlungen formuliert http://www.dmmv.de/shared/data/pdf/emailmarketing_010621.pdf.
Auch der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco,
hat kürzlich eine detaillierte "Permission Marketing Policy"
veröffentlicht:
http://www.eco.de/presse/mitteilungen/2001/01-10-11b_de.htm
http://www.eco.de/arbeitskreise/ar.../PermissionMarketingPolicy.pdf
Die Empfehlungen der internationalen "Network Working
Group":
http://www.ietf.org/rfc/rfc3098.txt?number=3098
Die Anti-Spam-Koalition verschiedener Gruppen und Verbände
in USA:
http://www.spamcon.org
Sehr aktive Newsgroup:
de.admin.net-abuse.mail
mit ausführlichem FAQ mit vielen weiterführenden Links:
http://www.faqs.org/faqs/de-net-abuse/mail-faq/
Der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV http://www.ddv.de ) hat
ebenfalls eine Arbeitsgruppe "Forum eMail-DialogMarketing"
mit drei Untergruppen gegründet und arbeitet an einer
Richtlinie/Empfehlung.
Die Direct Marketing Association (DMA, USA) hat eine Art "Robinson-Liste aufgelegt, mit
der alle DMA-Mitglieder Ihre Versand-Dateien abgleichen sollen/müssen: http://www.e-mps.org/en/
Die DMA hat auch einen Code of Conduct für den
Umgang mit Mailing-/Adress-Listen herausgegeben: http://www.the-dma.org/library/guidelines/mailinglistguidelines.shtml
Gleichzeitig wurde in einer eco-Studie nachgewiesen,
dass 93 Prozent der Verbraucher sich durch elektronisch übermittelte
Werbung, die per Fax, E Mail oder SMS kommt, fühlen "wie von der
Pest überfallen". 77 Prozent werfen die digitalen Werbesendungen
ungeöffnet in den (elektronischen) Papierkorb. 16 Prozent lesen die
Werbebotschaften mit Verärgerung. Die Absender der unerwünscht
zugesandten Werbung werden von mehr als 85 Prozent der Verbraucher als
"unangenehm" empfunden. Über zwei Drittel wollen von Firmen,
die sich auf diese Weise unbeliebt machen, "auf keinen Fall"
Produkte kaufen.
Auch die seriösen E-mail-Marketing-Agenturen versuchen von
sich aus, dem Spam zu wehren. Überquellende Mail-Boxen und genervt mit
dem "Löschen"--Button spielende Mail-Empfänger
zerstören natürlich auch die aufblühenden Geschäfte der
Mail-Agenturen.
Eine Koalition der Marktführer in diesem Bereich ( Council
for Responsible Email der Association for Interactive Media - http://www.interactivehq.org/html/cre.htm)
hat kürzlich den Versuch gestartet, eine allgemein verbindliche
Richtlinie (Code of Conduct) zu erarbeiten und durchzusetzen. Eine
weiter Koalition von Agenturen verfolgt das gleiche Ziel: http://www.responsibleemail.org
Inzwischen haben sich allerdings auch zunehmend
"Schutzgemeinschaften" von zweifelhaftem Wert – um die
Bezeichnung "Abzocker" zu vermeiden – des Problems bemächtigt
und bieten, natürlich honorarpflichtig, Spam-Schutz für geplagte
E-mailer an.
© lb medien 2001
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