Website-Marketing

SPAM
Das Phänomen wird Spam (eine Bezeichnung, kein Akronym,
allerdings manchmal als solches interpretiert, z.B. "Sending
Personaly Annoying Mail") oder Unsolicited Commercial Email
(UCE) genannte und ist für eingefleischte Onliner das Reizthema Nr.
1. Spam-Filter, Spam-Listen (den Robinson-Listen vergleichbar),
Anti-Spam-Koalitionen (z.B.Cauce,
MAPS, spam.abuse.net)
und Versuche einer "internationalen Spam-Polizei" (spam-cop)
haben zwar schon manchen Service Provider gezwungen, Massen-Aussendungen
seiner Kunden einen Riegel vorzuschieben, bekommen aber das Phänomen
nicht in den Griff.
Dass die Aussendungen von Massenmails eher noch
zunehmen und die Tricks bei der Vermeidung von "Strafe" durch
verärgerte Empfänger immer raffinierter werden, zeigt, dass sich selbst
in dieser Form das Werben per E-mail lohnt.
Dabei tragen ganz wesentlich die Empfänger dieser ungewollten Mails
die Kosten der Werbung mit. Die EU-Kommission spricht in einer umfassenden
Studie
(2000) von 10 Milliarden Euro weltweit. Inzwischen hat sich das Wachstum
krebsartig beschleunigt.
Mitgehangen, Mitgefangen - Abwehr trifft auch die Falschen
Durch die Spam-Flut und die Überschwemmung der Mailboxen wird die
Aufmerksamkeitsschwelle auch für nutzwerte und gezielt versandte Mails
immer höher. Vor allem die E-mail- (natürlich: Permission-)Marketer
müssen sich ständig Neues einfallen lassen, um die zu überspringen.
Schlimmer noch: Inzwischen hat die Spam-Flut zu teilweise rigorosen
Filtermaßnahmen auf allen Ebenen (ISP bis Desktop) geführt. Weit mehr
als 100 Filter-Programme jeder Art und Güte kursieren im Markt.
Bei diesen teilweise panikartigen Reaktionen bleiben aber nicht nur
die Spam-Mails (die aber leider keineswegs flächendeckend) sondern oft
genug auch die seriösen, nutzwerten Mails und Newsletter in den Filtern
hängen. Immer mehr konzentriert sich die Aufmerksamkeit der
E-mail-Marketer auf die Herausforderung, überhaupt erst einmal in die
Mailboxen der Adressaten zu gelangen.
Überdruss und Spam-Abwehr drohen nun gemeinsam, das immer noch
schnellste, billigste und effizienteste Onlinemarketing-Instrument zu
strangulieren.
Silberstreif am E-mail-Horizont?
In dieser deprimierenden Lage sehen jetzt einige der führenden
E-mail-Marketing-Gurus einen Silberstreif am Horizont. Durch die rigorosen
Anti-Spam-Maßnahmen vor allem auf ISP-Seite werde in den nächsten Jahren
der Spam-Sumpf doch schließlich trocken gelegt sein - Bahn frei wieder
für verantwortliches Permission-Marketing.
Langfristig lohnt sich SPAM ohnehin nicht
Für ein seriöses Unternehmen mit dauerhaften Informations-
oder E-Commerce-Interessen im Internet ist Spam aber keine Thema. Nicht
etwa, weil der Ärger, den man sich einhandelt, beträchtlich sein kann,
sondern weil gut gemachtes E-mail-Marketing nicht auf den einen
Besuch (Visit), eine Anfrage (Lead ) oder einen
Verkaufsabschluss zielt, sondern immer primär der dauerhaften
Kunden/Leser-Bindung dienen sollte. Wenn die Akquisition eines
Online-Kunden heute im Durchschnitt an die 300 US-Dollar (AdRelevance)
kostet, lässt sich - je nach Branche - leicht ausrechnen, wieviele
Wiederholungs-Käufer und -Käufe notwendig sind, um auch nur den
Break-Even zu erreichen.
Spam ist "out"! E-mail-Marketing ist immer Permission-Marketing.
Fein! Aber was kommt danach?
© lb medien 2001
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