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Website-Marketing

Wie sich die Empfänger wehren

  • Filterprogramme mit unterschiedlichen Ausschließungsregeln sortieren ungewollte Mails entweder bereits auf der Providerseite oder im Mail-Client bzw. durch Verschieben in einen "Müll-Ordner" aus. Zwei Probleme dabei: Die Filter sind zu durchlässig (und die Spammer zu schlau) oder es gehen zu viele wichtige Mails in den Filtern verloren.

  • Schwarze Listen, an die Betroffene Spammer melden können haben in letzter Zeit erheblich an Menge und Gewicht (Drohpotential) zugenommen (s.u.). Nicht nur der Pranger-Effekt sondern durchaus auch aktive Gegenmaßnahmen schrecken vor allem die Provider von Mail-Versendern mit Spam-Charakter ab. Problematisch daran: Es gibt keine Kontrollinstanz. Es besteht somit die Gefahr, dass durchaus korrekt handelnde Unternehmen zu Unrecht auf die Liste gesetzt wird und dadurch in Verruf gerät oder gar greifbareren Schaden nimmt.

  • Robinsonliste für Internet-Werbesendungen, in die sich Personen, die keine Werbung via E-Mail wünschen, eintragen können. Dem Werbenden steht hier die Möglichkeit offen, seine Verteilerliste "ausfiltern" zu lassen, um (versehentlich) ungewünschte Mailaussendungen zu vermeiden.

  • Abblock-Funktion auf Provider-Seite. Da nicht nur solche E-Mails unerwünscht sind, die ein Werbender zielgerichtet versendet, sondern auch solche, die fehlgeleitet werden, haben mittlerweile viele Provider sogenannte "Rebounce"- Funktionen für ihre Kunden eingerichtet. Diese sorgen dafür, dass solche E-Mails, die an eine Domain geschickt werden, aber keiner Adresse zugeordnet werden können, automatisch vom Server abgeblockt und zurückgeschickt werden.

  • Direkte Intervention beim Provider. Der betroffene Empfänger von Spam wendet sich direkt an den Provider des Versenders. Da dem Provider aus vielen Gründen daran liegt, nicht in den Ruch der "Spam-Toleranz" zu kommen, besteht die begründete Erwartung, dass er dem Übeltäter auf die Finger klopft.

  • Temporäre Mailadressen. Durch den freien und kostenlosen Zugang zu Mail-Accounts an hunderten von Orten im Internet, kann der E-mailer seine Adresse ändern wie sein Hemd. Die erfahrenen Nutzer verfügen inzwischen über etwa 5 Accounts im Durchschnitt, von denen viele als Müllabladeplatz und zur Spam-Abwehr gehalten werden. Immer wenn die E-mail-Adresse als Gegenleistung für einen Service abgefragt wird, werden diese Adressen benutzt, um die "Haupt"-Mailboxen von Spam durch illegale Weitergabe der eingetragenen Adresse sauber zu halten.

  • Vermittler. Noch einen Schritt weiter: Inzwischen haben sich professionelle (und in der Regel kostenlos nutzbare) "Vermittler" zwischen dem E-mailer und den registrierungspflichtigen Angeboten im Internet eingeschaltet. Beispiel: http://www.mailshell.com. Hier werden beliebig neue Adressen "on the fly" vergeben und die Registierung und Kündigung von Abos etc. "im Auftrag" gemanaged. Der E-mailer bleibt so für die Datensammler unerreichbar. (Viele dieser Dienste verfügen auch über recherchierbare Datenbanken von Newslettern weltweit und erleichtern die Suche, die Registrierung und Abbestellung durch einfach zu handhabende Anwendungen).

 


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