Website-Marketing

Werben in Newslettern
Anders als die Mailing-Liste ist der Firmen- oder Verlags-Newsletter
selbst von Anfang an und für den Abonnenten auch nachvollziehbar ein
Kunden-Pflege- und Kunden-Bindungs-Instrument.
Wo aber die eigene Kunden- und Potential-Datei nicht hinreicht, lassen
sich fremde Newsletter als PR- und Werbemedien einsetzen. Nach
Schätzungen gibt es ca. 75.000 Newsletter und vermutlich ähnlich viele
Diskussions Listen im Internet mit genau bestimmbaren und motivierten
Zielgruppen - und es werden täglich mehr.
Die passenden Newsletter finden
Das Auffinden "affiner" Newsletter wird heute schon durch eine
Reihe von Newsletter-"Suchmaschinen" erleichtert. Alle nicht
annähernd vollständig aber in der Summe doch einigermassen
flächendeckend. (s. Links in der rechten Spalte).
News für fremde Newsletter
Wo die eigenen Neuigkeiten auch für die fremden Newsletter interessant
sind, reicht eine gut formulierte Meldung an die Newsletter-Redaktionen.
Die redaktionelle Meldung ist, falls die Redaktionen gute Arbeit leisten
und glaubwürdig sind, natürlich die effektivste Form der Promotion.
Beiträge zu fremden Newsletter - den Virus setzen
Der oben schon beschriebene Engpass in der Beschaffung von relevanten,
kompetenten Inhalten für Newsletter eröffnet die Gelegenheit, sich - und
damit das Unternehmen, das Produkt, den Verlag - als Autor hilfreicher und
nutzwerter Beiträge zu profilieren. Gast-Kolumnen sind zwar in deutschen
Newslettern noch die Ausnahme, werden sich aber ähnlich wie in den USA
durchsetzen.
Content-Syndication - aus 1 mach 2,3,4 Beiträge in fremden
Newslettern
Dieses "Content-Placement" noch einen Schritt weiter
getrieben: Als fleissiger und des Schreibens kundiger Marketer, PM oder
Verlags-Redakteur kann ich die Beiträge zu fremden Newslettern auf den
(kommenden) Syndication-Basaren für Newsletter-Content zur
Mehrfachverwertung anbieten - immer mit dem motivierenden Verweis auf mein
Unternehmen, mein Produkt, meine Zeitschrift etc.
Text-Banner
Wo die eigenen Meldungen aber die fremden Redaktions-Filter nicht
passieren, bieten die meisten Newsletter, vor allem natürlich die
firmen-unabhängigen und daher werbe-finanzierten, die Möglichkeit,
- sogenannte Text-Banner (und bei HTML-Newsletter auch
"klassische" Banner) einzublenden,
- den Newsletter insgesamt zu sponsern.
In der Regel bestehen diese Einblendungen aus ca. fünf bis acht
Zeilen beschreibendem und anmachendem Text plus dem Link auf die eigene
Homepage oder einen "Deep-Link" direkt auf das beworbene Produkt
- oder beides.
Und wie das halt so ist - eine Werbe-Einblendung erhöht gelegentlich
(gute Newsletter-Redaktionen wissen genau, wie weit sie dabei gehen
können) auch die Bereitschaft zur redaktionellen Berücksichtigung. Zwei
Fliegen werden mit einer Werbe-Klappe erschlagen.
Finden und buchen solcher Newsletter wird inzwischen durch
Spezialagenturen erleichtert. In USA verfügt etwa der Marktführer Pennmedia
über die Gesamtzahl von immerhin 50 Millionen Abonnenten. In
Deutschland gibt es mit Newsmarketing
einen ersten Versuch in diese Richtung. Anders als bei Pennmedia aber
legen die TKPs (Tausend Kontakte/Aussendungen) beim deutschen Newcomer
eher die eigene Recherche und Ansprache der Betreiber nahe.
(Mediadaten zu über 200 Newslettern auch bei Telemat
und zwar -->hier))
Erfolgskontrolle
Entgegen landläufiger Meinung und anders als die meisten
Newletter-Anbieter Ihnen weiszumachen versuchen, gibt es durchaus
Möglichkeiten, den Erfolg auch eines Textbanners in Newslettern zu
messen. Da die meisten Newsletter-Betreiber in kleinen Branchen-Nischen
sich keine aufwendige Software für diesen Zweck werden leisten wollen,
genügt das einfache Zwischenschalten einer "Zählseite".
Das heißt: Die URL im Textbanner verweist nicht direkt auf Ihre
Homepage sondern zunächst auf eine Seite, die nur den Zweck hat, die
eingehenden Klicks zu zählen. Da die Seite per "Redirect"
sofort an die Ziel-Homepage weiterverweist, merkt der User davon nichts.
Andere Tracking-Methoden arbeiten mit IP-Nummern (z.B. Llynch)
Für den "Copy-Test" verschieden formulierter und
platzierter Newsletter-Werbemittel gibt es inzwischen eine Reihe von
Test-Möglichkeiten, z.B. das Split-Copy-Testing, bei dem zwei
unterschiedliche Text-Banner mit unterschiedlicher URL in je der Hälfte
der Newsletter-Aussendungen verglichen werden.
Noch einen Schritt weiter geht die technisch aufwendige aber durchaus
machbare Kombination mit demographischen Daten aus der Abonnenten-Datei
(so vorhanden). Hier kann also verglichen werden, ob Banner X bei Frauen
stärker beachtet/geklickt wird als bei Männern im Vergleich zu Banner Y,
etc. etc.
Allerdings sind auch hier wieder die Möglichkeiten auf die großen
Betreiber beschränkt. Den Abgleich mit demographischen Abonnenten-Daten
gibt es m.W. in Deutschland noch garnicht.
Dass allerdings die Klickrate nicht der einzige und oft nicht einmal
der wichtigste Erfolgsmesser ist, wurde bereits im Kapitel über die Banner-Werbung
ausgeführt. Der "Branding"-Effekt einer
Newsletter-Werbe-Kampagne muss nicht geringer und kann für eher
erklärungsbedürftige Produkte sogar wesentlich höher sein als der einer
guten Banner-Kampagne.
Der verstärkte Trend hin zu HTML-Newslettern lässt sogar beide
Formen in Kombination zu.
Newsletter-Sponsoring
Die Möglichkeiten des Sponsoring sind zumindest in Deutschland noch nicht
annähernd ausgereizt. Hier lohnt in jedem Fall die Anfrage bei und die
Verhandlung mit dem Newsletter der Wahl.
Noch vor kurzer Zeit hatten diese Werbeformen den doppelten Vorzug
- extrem billig und
- äusserst effektiv (im Durchschnitt gegenüber dem Banner auf
Web-Sites eine sechs bis zehnfach höhere Klick-Rate)
zu sein. Bei geringerer Reichweite hat der Newsletter in der Regel ein
- opt-in!! - wesentlich profilierteres und motivierteres Publikum und
damit eine höhere und qualifiziertere Klick-Rate als die Web-Site.
Kosten im Vergleich
Mit der "Entdeckung" der Newsletter als Werbeträger, gehen
beide Vorzüge leider allmählich verloren: Die TKPs haben sich den
Banner-Preisen auf Web-Sites weitgehend angenähert (TKPs zwischen 35,-
und 50,- DM sind schon fast die Norm) und die Klick-Raten sinken mit der
Überfrachtung vieler Newsletter mit
"Werbe-Einblendungen". Bei allen Einschränkungen für
generelle Aussagen dieser Art dürften die Kosten pro Klick (Cost per
Click, CpC) aufgrund der gezielteren Verbreitung bei etwa 20-30
Prozent der entsprechenden Banner-Kosten liegen.
Damit ist trotz der negativen Entwicklung die Newsletter-Werbung,
gerade wenn es um punktuelle Verbreitung von Produkt-News oder
Kampagnen/Aktionen und nicht um reine Marken-Kampagnen geht, nach wie vor
der Banner-Werbung weit überlegen.
© lb medien 2001
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