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Website-Marketing

Wie "angereichtert" darf die E-mail sein?

Auch die Email verliert Ihre Unschuld im multimedialen Kommerzialisierungsrausch im Internet.
Das hässliche, aber handliche Entlein Text-Mail entwickelt sich zum stolzen Rich-Media-Schwan.
Die Frage: Was ist damit gewonnen? bleibt allerdings allzu häufig unbeantwortet.
HTML-Mail
Da ist zunächst die HTML-Mail, die sich immer mehr verbreitet und für  Marketing-Kommunikation und Newsletter zum Standard zu werden scheint (droht?).
Tatsächlich hat die HTML-Mail eine Reihe von Vorzügen:
  • Die Mail-Botschaft kann durch Design akzentuiert und "verdaubarer" verpackt werden, dabei kann
  • die Firmen-CI, das Marken-Logo, das Lead-Visual etc. zusätzlich zur "nackten" Information mittransportiert werden.
  • Informationen in Bild- und Graphik-Dateien können direkt mit der Seite und im Seitenzusammenhang - und nicht in einem Anhang - transportiert werden.
  • Die bessere Strukturierung größerer Textmengen erleichtert die Wahrnehmung. Der User bewegt sich auf der Mail-Seite wie in der gewohnten "Hypertext-Umgebung" des WWW, mit all seinen Vorteilen.
Bei der Inspektion vieler HTML-Mails heute schleicht sich allerdings der Verdacht ein, dass hier oft fehlende Inhalte durch graphische Kunstgriffe überdeckt werden sollen - im Internet, und besonders bei E-mail, ein vergebliches Unterfangen.
Die Nachteile der HTML-Mail sind gravierend:
  • Die Profis zumindest, also alle Fach-Zielgruppen, ziehen bisher noch die Text-Mail der HTML-Mail vor - mit Ausnahme der Werber, verständlicherweise.
  • Der Vorzug der E-mail als besonders "schlankes", schnelles, platzsparendes Medium wird durch die gewichtigen HTML-Mails konterkariert, das Abrufen der Mails wird zum etwas anderen Surfen im Internet.
  • Nicht alle Mail-Clients unterstützen die HTML-Mail, und wenn sie es tun, gerät ihnen das gelegentlich etwas eigenartig und die intendierte Show ist verdorben. Ein (schrumpfender) Teil der Empfänger wird gänzlich ausgeschlossen. Hier kann allerdings durch Wahlmöglichkeiten (aufwendige) Abhilfe geschaffen werden.
  • Der "kommunikative", spontane und Dialog-Charakter der E-mail, befördert durch die informell wirkende Kargheit der Text-Dateien, geht verloren. Wer will schon mit einem "Gesamtkunstwerk" kommunizieren.
  • Der Empfänger muss erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gegen das Einschleppen von Viren treffen, bisher konnte er gelassen über das Öffnen von Attachments und damit über sein Risiko entscheiden. Besonders nach den jüngsten Attacken von „Viren und Würmern“, werden die Mail-Filter gegen alles, was potentiell gefährlich werden kann, immer rigoroser. Da kann Ihre HTML-Mail oder Ihr Newsletter automatisch im Orkus verschwinden, ohne dass Ihr Adressat und natürlich Sie als Absender davon informiert werden.
Wichtig aber in jedem Fall: Wenn Sie eine HTML-Mail oder einen HTML-Newsletter verschicken wollen, lassen Sie den Empfänger entscheiden, ob er nicht doch lieber die Text-Version bekommen will. 
Wem das zu aufwändig ist: Beim Versand der Mail eine „Anfrage“ vorschalten, ob der Mail-Client des Empfängers HTML-fähig ist oder nicht und dann ggf. automatisch die alternative Text-Version statt der intendierten HTML-Version liefern. Das ist zwar nicht ganz im Sinne des vielbeschworenen „Permission-Marketing“, ist aber unter gewissen Umständen kaum zu vermeiden.
Fazit  wie immer:
"Jedes Medium an seinem rechten Ort..." Wo die Stärken der HTML-Mail eine echte Funktion (!) für die Online-Kummunikation haben, wo mit Layout und Bild tatsächlich (!) ein Informations-Mehrwert erzielt wird, dort hat die HTML-Mail ihren Platz.
Rich-Media-Mail
Das mag auch für die jüngsten Entwicklungen hin zu einer "Rich-Media-Mail" gelten, und die Entwicklung war nach der HTML-Mail fast zwangsläufig. Bisher vermittelt sich dieser Eindruck dem skeptischen E-Mailer aber noch nicht so recht. Warum etwa Sound und Video direkt in die Mail eingebunden und Großmutters Geburtstagständchen nicht per Mail-Anhang konsumiert (und eben auch ignoriert) werden kann, bleibt unerfindlich.

(Beispiele beim Multimedia-Mail-ASP radicalmail.com)

Tatsächlich dürfte die Rich-Media-Mail so etwas wie der zweite Anlauf der Werbe-Welt zu einem multimedialen Push-Instrument sein - eine Art Webcasting durch die Hintertüre. Ob diese Tür sich jetzt leichter eindrücken läßt als beim ersten Versuch bleibt abzuwarten.
Die kreative Selbstbespiegelung internet-ferner Agenturen bezahlt der Empfänger mit verstopften Leitungen und Mail-Boxen und einem erhöhten Sicherheitsrisiko. 
"Web-based television makes about as much sense as radio-based television."
The Village Voice

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