Website-Marketing

Im Dialog mit dem Kunden - Von Pre-Sales bis After-Sales -
Autoresponder
E-mail als Instrument zur Bindung des Besuchers an meine Web-Site ist
im wesentlichen Dialog-Marketing per Internet.
Wenn alle Quellen der Adress-Beschaffung ausgeschöpft, die Data-Base
nach stufenweisen Opt-In-Kriterien strukturiert und bereinigt ist, der
Kunde mit Namen angesprochen werden kann und vielleicht sogar ein wenig
von seinen Informations- und Kauf-Interessen preisgegeben hat, sind wir
auf dem Wege von one-to-many bei one-to-few angelangt aber
immer noch meilenweit vom vielbeschworenen one-to-one entfernt.
Erst wenn der Besucher der Web-Site motiviert ist
- von sich aus den Kontakt zu suchen und
- seine Wünsche und Vorlieben in den Dialog mit den Marketern (und in
diesem Fall rechnen wir einfach mal die Redaktionen dazu)
einzubringen,
ist sozusagen die ultimative Stufe des E-mail-Marketing erreicht. In
der Produktberatung online und der Kundenbetreuung nach dem Kauf liegen
die Chancen für Kundenloyalität in einem wettbewerbsintensiven Umfeld
und für wohlverstandenes Cross-Selling.
Zwei Fragen müssen an dieser Stelle schlüssig beantwortet
werden können:
- Wo sind die Anknüpfungspunkte für einen kontrollierten Dialog?
- Kann das Unternehmen den angebotenen Dialog überhaupt bewältigen?
Und welche Hilfsmittel bietet die E-mail-Technologie zur Bewältigung
dieses Dialogs?
Anknüpfungspunkte für den Dialog
Anknüpfungspunkte für den Dialog können sowohl auf der Web-Site mit
E-mail Formular, Talk-Back- und Call-Back-Buttons und
anderen ähnlichen Direct-Response-Elementen, als auch im E-mail-Marketing
vielfältig angeboten werden. Hier vor allem durch die Platzierung von
Text-Links und klickbaren E-mail-Adressen kombiniert mit der direkten
Aufforderung, sich die Info, den Download, die Hilfe per Klick sofort zu
besorgen.
Die Nutzung dieser Links kann, allerdings mit einem gewissen
zusätzlichen Aufwand (z.B. durch zwischengeschaltete Redirect-Seiten)
registriert und verfolgt werden. Das gibt die Gelegenheit zu
Nachfass-Mails unterschiedlichen Inhalts.
Wenn z.B. in einem Newsletter oder einer Massenaussendung ein
Gewinnspiel ausgelobt und ein Link auf die Spiel-Seite angeboten wird,
kann der Veranstalter die Empfänger der Mail, die diesen Link nach
einigen Tagen nicht genutzt haben, identifizieren und ihnen noch einmal
ein Erinnerungs-Mail schicken.
Diese Prozesse lassen sich weitgehend automatisieren. Beginn, Abfolge
und Ende einer E-Mail-Kampagne, definierte Auslöser für eine Serie
personalisierter Aussendungen an einzelne Interessenten (z.B. nach
Teilnahme an einem Gewinnspiel), oder standardisierte Anworten auf häufig
gestellte Fragen - sozusagen eine personalisierte FAQ-Liste per
E-mail - können mehr oder minder automatisch gesteuert ablaufen. (s. auch
Autoresponder)
Die eine und die andere Seite des Dialogs
Fatal ist der Einsatz der ganzen Technologie-Batterie im Dialog- und
Email-Marketing, wenn dann auf der Unternehmens-Seite die Bereitschaft zum
Dialog, die Mittel oder häufiger noch das Verständnis für die
Besonderheiten des Online-Dialogs fehlen.
Onliner machen sich geradezu einen Sport daraus, die
Reaktionsbereitschaft und -fähigkeit auch der Big-Players im Markt zu
testen - mit zum Teil katastrophalen Ergebnissen.
Eine Firma, ein Verlag die es nicht schaffen, Reaktionen auf
E-mail-Anfragen und induzierten Online-Response innerhalb von einem,
maximal (z.B. bei komplizierteren Service-Anfragen) von zwei Tagen zu
beantworten, sollten
- die E-mail als Dialog-Instrument aus ihrem Marketing-Arsenal
streichen, oder
- diese Dienstleistung outsourcen. Immer mehr
Dialog-Marketing-Agenturen und Call-Center sind inzwischen in der
Lage, einen solchen Service anzubieten.
Die Integration des E-mail-Dialogs in das eigene Call-Center, oder
meistens bescheidener: die "intelligente Firmenzentrale", mit
direkter Anbindung an die internen Datenbanken bleibt in den KMUs
zumindest noch lange Zeit ein eher exotischer Wunschtraum. Hier muss die
interne Aufklärung, Fortbildung und Motivation aller Mitarbeiter (mit
direktem Kundenkontakt) für den richtigen, i.e. zeitnahen, Einsatz des
E-mail-Dialogs und die intelligente Organisation eines Mailverteilers im
Haus vorerst genügen.
© lb medien 2001
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