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Website-Marketing

Erfolgsfaktor: Kritische Masse

Mehr noch als die Web-Site ist die Liste nämlich auf eine "kritische Masse" an Teilnehmern und - wichtigen - Beiträgen angewiesen.

 

Für den Erfolg einer Mailing-Liste - und damit den Erfolg eines der subtilsten Marketing-Instrumente im Internet - sind daher noch zwei weitere Faktoren ausschlaggebend:

 

Der "Anschub-Faktor" gefolgt vom "Virus-Effekt": Der Moderator hat vorab eine Schar schreibwilliger Mitglieder für die Liste gewonnen, die zu Beginn für Beiträge, Fragen, Antworten, Zank und Zoff in der Liste sorgen - und dann an allen denkbaren Stellen im Netz das Wort von dieser munteren, nützlichen Liste verbreiten (am besten in konkurrierenden Listen), was dann wiederum für Gesprächsstoff (oder hier besser: Mail-Stoff) unter den potentiellen Interessenten/Abonnenten sorgt und...und...

 

Eine gezielte Promotion - off- und online - die dieses Virus-Marketing unterstützt und verstärkt. Hier können alle die Instrumente eingesetzt werden, die auch für die Promotion der Web-Site wirksam sind.

 

Der gefährliche Erfolg

 

Das Pendant zum "horror vacui" einer Liste ohne aktive Teilnehmer ist - die überquellende Liste. Egal ob die Teilnehmer jedes einzelne "Posting" sofort oder erst am Ende des Tages in Form eines "Digest" empfangen, jenseits eine bestimmten Anzahl täglicher "Postings" wird die Sache mühsam und unübersichtlich. Die Fülle ist nicht mehr zu bewältigen. Vor allem die vielen Themen/"Threads",  die einen garnicht oder nur am Rande interessieren, fangen an zu nerven. Die Liste wird, obwohl nützlich und hilfreich, wieder abbestellt.

 

Für den Listenbetreiber bieten sich im Prinzip zwei Auswege:

  1. Die "Ausdifferenzierung" weiterer Listen aus der "Mutterliste" mit jeweils enger gefassten Themen oder Zielstellungen für kleinere Zielgruppen. Beispiel: Aus der Liste. "Vogel-Liebhaber" entstehen eine Reihe von "Ablegern" wie: Die "Karaniernvogel-", die "Schleiereulen" und die "Moorhuhn"-Listen.

  2. Die Einführung von "Rubriken": Die Themen der Liste werden in grobe Themenblöcke geordnet und werden jeweils beim "posten" vom Absender im Betreff genannt, so dass der Teilnehmer sofort und auf den ersten Blick erkennt, ob es sich hier um ein für ihn hochwichtiges oder eher ein recht interessantes oder gar ein randständiges Thema handelt. 

    Nur die wichtigen "Postings" erscheinen im Posteingangs-Fenster und werden sofort  geöffnet, die "nur" interessanten werden in einen entsprechenden Ordner zum späteren Lesen (oder auch nicht!) und die uninteressanten in den "Kill-File" vorsortiert.

    Der "Betreff" in unserem Beispiel oben sähe dann z.B. so aus:
    "(Kanarien) Wer kennt einen guten Schnabelclipper" 
    "(Schleiereulen) Schutz ist angesagt!"

    etc.

     

    Voraussetzung ist natürliche, dass diese Konvention allen Teilnehmern geläufig ist und sich alle auch daran halten.

Technik

 

Der technische Aufwand für Hosting und Management einer solchen Mailing-Liste (oder den Versand eines Newsletter oder anderer Formen regelmäßiger Massenaussendungen) scheint auf den ersten Blick gering, die verfügbare Software - von kostenlos bis hochpreisig - für alle Eventualitäten ausgelegt. (Eine Übersicht bietet list-business.com).

 

Der Teufel steckt aber im Detail der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse. Hier scheitern oft nicht nur Einsteiger und die Folgen, wenn etwa der Empfänger 10 mal  die gleiche Aussendung erhält, sind für die gesamt Database u.U. katastrophal. Auch die Bewältigung großer Mail-Mengen ist nicht jeder Software Sache.

 

Zum Testen: ASP

Hier bietet sich vor allem für die ersten Gehversuche in Sachen E-mail-Community die externe Abwicklung auf einer ASP-Plattform an. Es gibt inzwischen eine Reihe gut funktionierender und sehr leicht bedienbarer, kostenloser Dienste.

Beispiele:

 

  • eGroups (seit neuestem allerdings von Yahoo! übernommen und mit Werbung), Kbx7 oder  eCircle

  • oder internationale Provider, die gleichzeitig auch als Listen- und Newsletter-Verteiler und -Suchmaschinen fungieren, wie Topica, L-soft, Cool-List

 


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